Formeln, Glossar & Katalog

Nachschlagewerk ⚙️ Mechatronik 10 Abschnitte Stand 04.09.2026

Der Sammelband des Hubs: Formelsammlung, Einheiten und Konstanten, Glossar A–Z mit Suche, Abkürzungsverzeichnis, Komponenten-Katalog, Software und Tools, Webseiten und Foren, Bücher und Kurse, Normen — und die Kriterien, nach denen diese Quellen ausgewählt wurden.

01 / 10Formelsammlung

Die Formeln, die man im Hub tatsächlich braucht — nach Fachgebiet sortiert. Jede mit Einheiten und einer kurzen Einordnung, wofür sie gut ist. Die interaktiven Rechner liegen jeweils im zugehörigen Fachabschnitt.

Gleichstrom

GrößeFormelAnmerkung
Ohmsches GesetzU = R · IDas Fundament. U in V, I in A, R in Ω
LeistungP = U·I = I²·R = U²/RBestimmt die Erwärmung eines Bauteils
EnergieW = P · t1 Wh = 3600 J
Reihenschaltung RR = R₁ + R₂ + …Immer größer als der größte Einzelwert
Parallelschaltung R1/R = 1/R₁ + 1/R₂ + …Zwei Werte: R = R₁·R₂/(R₁+R₂)
SpannungsteilerU_aus = U_ein · R₂/(R₁+R₂)Nur unbelastet exakt
StromteilerI₁ = I_ges · R₂/(R₁+R₂)Durch den kleineren Widerstand fließt mehr
InnenwiderstandR_i = (U₀ − U_last)/I_lastAus zwei Messungen bestimmbar
LeiterwiderstandR = ρ · l/Aρ_Cu = 0,0175 Ω·mm²/m bei 20 °C
TemperaturgangR(ϑ) = R₂₀ · [1 + α·(ϑ−20 °C)]α_Cu ≈ 0,0039 /K
Wirkungsgradη = P_ab / P_zuVerlust = P_zu · (1 − η)

Kondensator, Spule, Zeitverhalten

GrößeFormelAnmerkung
KapazitätC = Q/U = ε₀·ε_r·A/dPlattenkondensator
Kondensatorstromi = C · du/dtSpannung kann nicht springen
Energie im CW = ½·C·U²
Spulenspannungu = L · di/dtStrom kann nicht springen — Freilaufdiode!
Energie in LW = ½·L·I²
RC-Zeitkonstanteτ = R·C63 % nach τ, 99 % nach 5τ
RL-Zeitkonstanteτ = L/R
Ladekurveu(t) = U₀·(1 − e^(−t/τ))Entladen: U₀·e^(−t/τ)
Grenzfrequenz RCf_g = 1/(2π·R·C)−3 dB, 45° Phasendrehung
Resonanzfrequenzf₀ = 1/(2π·√(L·C))Reihen- und Parallelschwingkreis
Dämpfungsgrad RLCD = (R/2)·√(C/L)D = 1 ist der aperiodische Grenzfall
GüteQ = 1/(2D) = f₀/B

Wechselstrom

GrößeFormelAnmerkung
Effektivwert (Sinus)U_eff = û/√2230 V entsprechen 325 V Scheitelwert
Kreisfrequenzω = 2π·f
Blindwiderstand CX_C = 1/(ω·C)Strom eilt 90° vor
Blindwiderstand LX_L = ω·LStrom eilt 90° nach
Impedanz (Reihe)|Z| = √(R² + (X_L − X_C)²)φ = arctan((X_L − X_C)/R)
WirkleistungP = U·I·cos φIn Watt
BlindleistungQ = U·I·sin φIn var
ScheinleistungS = U·I = √(P² + Q²)In VA — danach werden Leitungen ausgelegt
DrehstromleistungP = √3 · U_Leiter · I_Leiter · cos φGilt für Stern und Dreieck
TrafoU₁/U₂ = N₁/N₂ = ü, Z₁ = ü²·Z₂Impedanzen transformieren quadratisch
Dezibel Spannunga = 20·log₁₀(U₂/U₁)6 dB = Faktor 2
Dezibel Leistunga = 10·log₁₀(P₂/P₁)3 dB = Faktor 2

Halbleiter und Schaltungstechnik

GrößeFormelAnmerkung
LED-VorwiderstandR = (U_V − U_F)/I_FDanach auf E12-Wert aufrunden
DiodengleichungI = I_S·(e^(U/(n·U_T)) − 1)U_T ≈ 25,85 mV bei 300 K
BasisvorwiderstandR_B = (U_st − 0,7 V)·B_min/(I_C·ü)Übersteuerungsfaktor ü = 3…10
MOSFET-LeitverlustP = I²·R_DS(on)·k_Tk_T ≈ 1,5 bei 100 °C
MOSFET-SchaltverlustP ≈ ½·U·I·(t_on + t_off)·fDominiert ab einigen 10 kHz
OPV nicht invertierendv = 1 + R₂/R₁Verstärkung nie unter 1
OPV invertierendv = −R₂/R₁Eingangswiderstand = R₁
Bandbreitef_max = GBW / vVerstärkungs-Bandbreite-Produkt
Slew-Rate-Grenzef_max = SR/(2π·û)Begrenzt große Signale unabhängig vom GBW
Thermisches Rauschenu_n = √(4·k·T·R·B)1 kΩ ≈ 4 nV/√Hz
Buck-TastverhältnisD ≈ U_aus/U_einBoost: D = 1 − U_ein/U_aus
Drosselwert BuckL = U_aus·(1−D)/(ΔI_L·f)ΔI_L = 20…40 % von I_aus
WärmewiderstandΔT = P · R_thR_th in K/W, addiert sich in Reihe

Digital und Information

GrößeFormelAnmerkung
ADC-Auflösung1 LSB = U_ref/2ⁿn = Bitzahl
Ideales SNRSNR = 6,02·n + 1,76 dBNur Quantisierungsrauschen
ENOBENOB = (SINAD − 1,76)/6,02Die brauchbare Zahl aus dem Datenblatt
Abtasttheoremf_s > 2·f_maxPraktisch 5…10-fach
FFT-AuflösungΔf = f_s/NFeinere Auflösung nur durch längere Messdauer
Oversampling-Gewinn+1 Bit je Vervierfachung von f_sBei unkorreliertem Rauschen
EntropieH = −Σ p·log₂ pUntere Grenze verlustfreier Kompression
KanalkapazitätC = B · log₂(1 + S/N)Shannon-Hartley
Hamming-Prüfbits2^k ≥ n + k + 1k Prüfbits für n Datenbits
Setup-Bedingungt_co + t_logik + t_su + t_skew ≤ TBestimmt die maximale Taktfrequenz
Dynamische VerlustleistungP = C·U²·fDeshalb sinkt der Verbrauch quadratisch mit U
Kritische Leitungslängel ≈ t_r·v/6v ≈ 15…20 cm/ns auf FR4

Regelungstechnik

GrößeFormelAnmerkung
PID (Standardform)u = K_p·[e + (1/T_n)∫e dt + T_v·ė]K_i = K_p/T_n, K_d = K_p·T_v
Geschlossener KreisG_w = G₀/(1 + G₀)G₀ = Regler × Strecke
Bleibende Abweichung (P-Regler)e(∞) = 1/(1 + G₀(0))Wird mit I-Anteil null
StreckenverstärkungK_S = Δy/ΔuAus dem Sprungversuch
RegelbarkeitT_g/T_u> 10 gut, < 3 schwierig
Ziegler-Nichols (Schwingung), PIDK_p = 0,6·K_krit · T_n = 0,5·T_krit · T_v = 0,125·T_kritSchnell, mit Überschwingen
Lambda-Tuning (PI)K_p = T/(K_S·(λ + T_t)), T_n = Tλ steuert Robustheit
Phasenreserve und DämpfungD ≈ φ_R/100°Faustregel; 60° ≈ D 0,6
PT2-Kennwerteω₀ = 1/T, Überschwingen aus DD = 0,707 → 4,3 % Überschwingen
Ausregelzeit (2 %)t_a ≈ 4/(D·ω₀)Näherung für PT2
Abtastzeit wählenT_a ≈ T₉₅/10 … T₉₅/20Abtastung wirkt wie T_a/2 Totzeit
Phasenverlust durch Totzeitφ = −ω·T_t (rad)Der Hauptgrund für Instabilität

Festigkeit und Mechanik

GrößeFormelAnmerkung
Gleichgewicht (Statik)ΣF = 0, ΣM = 0Basis jeder Lager- und Schnittkraftrechnung — mit Freikörperbild starten
Zug-/Druckspannungσ = F/AIn N/mm² = MPa; gegen σ_zul prüfen
Zulässige Spannungσ_zul = R_e / SFSF statisch 1,5–2, stoßartig 3–4
Hookesches Gesetzσ = E·ε, ε = ΔL/LElastischer Bereich; E: Stahl ≈ 210, Alu ≈ 70 GPa
Biegespannungσ_b = M_b / WW Rechteck = b·h²/6, Kreis = π·d³/32
Torsionsspannungτ_t = T / W_tW_t Vollkreis = π·d³/16; Hohlwelle spart Masse bei fast gleicher Steifigkeit
FlächenträgheitsmomentI = b·h³/12 (Rechteck)h³ — hochkant ist enorm viel steifer
Durchbiegung Kragarmf = F·L³/(3·E·I)Last am Ende; doppelte Länge = achtfache Durchbiegung
Knicklast (Euler)F_krit = π²·E·I / L_k²Schlanke Druckstäbe knicken vor dem Quetschen
ReibungskraftF_R = µ·F_NFlächenunabhängig; Haftreibung > Gleitreibung
WärmeausdehnungΔL = α·L·ΔTα: Alu ≈ 23·10⁻⁶/K, Stahl ≈ 12·10⁻⁶/K — Fest-/Loslager planen
WärmemengeQ = m·c·ΔTEnergie zum Aufheizen, z. B. Heizbett-Abschätzung
Masse aus Volumenm = V·ρStahl 7,85; Alu 2,70; PLA 1,24 g/cm³
Gewindekernlochd_Kern ≈ d_Nenn − SteigungRegelgewinde: M6 (Steigung 1,0) → 5,0 mm

Antriebe und Mechanik

GrößeFormelAnmerkung
DrehmomentM = F · rIn Nm; nur der senkrechte Hebelarm zählt
Mechanische LeistungP = M · ω = M · 2π·n/60n in min⁻¹
BeschleunigungsmomentM = J · αα in rad/s²
Trägheit VollzylinderJ = ½·m·r²
Trägheit über GetriebeJ_motor = J_last/i²Quadratisch — der Grund für Getriebe
Linearmasse an SpindelJ = m·(p/2π)²p = Steigung in m/U
GetriebeM_ab = M_an · i · η, n_ab = n_an/ii = z_ab/z_an; η bei Schnecke deutlich unter 1
Spindelvorschubv = n · P_steigv in mm/min bei n in U/min; Riemen: v = n·z·Teilung
Schritte je mm (Stepper)steps/mm = Vollschritte·Mikroschritt / Weg je UGanzzahliger Wert vermeidet Maßfehler der Achse
LorentzkraftF = B · I · lDer Motor in einer Gleichung
MotorkonstantenM = k_M·I, U_ind = k_E·ωk_M und k_E sind gekoppelt
ZylinderkraftF = p · π·d²/4Abzüglich 5–15 % Reibung
Eigenfrequenzf = (1/2π)·√(c/m)Begrenzt die Reglerbandbreite
Interaktive Rechner in diesem Hub

02 / 10Einheiten & Konstanten

Seit der SI-Revision von 2019 sind alle Einheiten über sieben exakt festgelegte Naturkonstanten definiert. Das Kilogramm hängt nicht mehr an einem Metallzylinder in Paris, und das Ampere nicht mehr an einer gedachten Anordnung zweier Leiter, sondern an der Elementarladung.

Die SI-Basiseinheiten

GrößeEinheitZeichenDefiniert über
ZeitSekundesÜbergangsfrequenz von Cäsium-133: Δν_Cs = 9 192 631 770 Hz
LängeMetermLichtgeschwindigkeit c = 299 792 458 m/s
MasseKilogrammkgPlanck-Konstante h = 6,626 070 15·10⁻³⁴ J·s
Elektrischer StromAmpereAElementarladung e = 1,602 176 634·10⁻¹⁹ C
TemperaturKelvinKBoltzmann-Konstante k = 1,380 649·10⁻²³ J/K
StoffmengeMolmolAvogadro-Konstante N_A = 6,022 140 76·10²³ /mol
LichtstärkeCandelacdPhotometrisches Strahlungsäquivalent K_cd = 683 lm/W

Abgeleitete Einheiten in der Elektrotechnik

EinheitZeichenAusgedrückt in BasiseinheitenFür
CoulombCA·sLadung
VoltVW/A = kg·m²/(A·s³)Spannung
OhmΩV/AWiderstand
SiemensSA/VLeitwert
FaradFC/VKapazität
HenryHV·s/AInduktivität
WeberWbV·sMagnetischer Fluss
TeslaTWb/m²Magnetische Flussdichte
WattWJ/s = V·ALeistung
JouleJN·m = W·sEnergie
HertzHz1/sFrequenz
NewtonNkg·m/s²Kraft
PascalPaN/m²Druck; 1 bar = 100 000 Pa

Abgeleitete Einheiten in der Mechanik

GrößeEinheitIn BasiseinheitenAnmerkung
DrehmomentNmkg·m²/s²Zahlenwert wie Joule, aber andere Größenart — nie „J“ schreiben
Mechanische SpannungN/mm² = MPakg/(m·s²)Die Einheit jeder Festigkeitsrechnung
ElastizitätsmodulGPa (= kN/mm²)kg/(m·s²)Stahl ≈ 210 GPa, Alu ≈ 70 GPa
Flächenträgheitsmomentmm⁴m⁴Geht mit h³ in die Steifigkeit ein
Massenträgheitsmomentkg·m²kg·m²Datenblätter nennen oft g·cm² (1 kg·m² = 10⁷ g·cm²)
Winkel / Raumwinkelrad / sr1 (dimensionslos)Ergänzende Einheiten; 1 rad = 57,296°
Drehzahlmin⁻¹ (U/min)1/sω = 2π·n/60; Hz ist für Drehzahlen unüblich
Dynamische ViskositätPa·skg/(m·s)1 Pa·s = 1000 cP; Öle werden nach ISO VG kinematisch angegeben

Vorsätze

VorsatzZeichenFaktorVorsatzZeichenFaktor
QuettaQ10³⁰Dezid10⁻¹
RonnaR10²⁷Zentic10⁻²
YottaY10²⁴Millim10⁻³
ZettaZ10²¹Mikroµ10⁻⁶
ExaE10¹⁸Nanon10⁻⁹
PetaP10¹⁵Pikop10⁻¹²
TeraT10¹²Femtof10⁻¹⁵
GigaG10⁹Attoa10⁻¹⁸
MegaM10⁶Zeptoz10⁻²¹
Kilok10³Yoktoy10⁻²⁴
Hektoh10²Rontor10⁻²⁷
Dekada10¹Quectoq10⁻³⁰

Ronna, Quetta, Ronto und Quecto kamen 2022 dazu (CGPM). Praktisch gebraucht wird nur der Bereich Tera bis Piko. Schreibweise: Zeichen ab 10⁶ groß (M, G, T …), 10³ und darunter klein (k, h, da, m, µ …). In Datenblättern steht statt µ oft „u“, weil das Zeichen im ASCII-Satz fehlt.

Naturkonstanten

KonstanteZeichenWertAnmerkung
Lichtgeschwindigkeitc299 792 458 m/sexakt definiert
Elementarladunge1,602 176 634·10⁻¹⁹ Cexakt definiert
Boltzmann-Konstantek1,380 649·10⁻²³ J/Kexakt definiert
Planck-Konstanteh6,626 070 15·10⁻³⁴ J·sexakt definiert
Elektrische Feldkonstanteε₀8,854 187 8·10⁻¹² F/mseit 2019 Messgröße
Magnetische Feldkonstanteµ₀1,256 637 06·10⁻⁶ H/mseit 2019 Messgröße
TemperaturspannungU_T25,85 mV bei 300 KU_T = k·T/e
Gravitationsbeschleunigungg9,80665 m/s² (Normwert)ortsabhängig 9,78–9,83
Wellenwiderstand des VakuumsZ₀376,730 Ω√(µ₀/ε₀)

Umrechnungen, die man ständig braucht

VonNachFaktor
WattstundeJoule1 Wh = 3600 J
AmperestundeCoulomb1 Ah = 3600 C
BarPascal1 bar = 10⁵ Pa
Zoll (inch)Millimeter1 in = 25,4 mm
Mil (Tausendstel Zoll)Millimeter1 mil = 0,0254 mm
Unze Kupfer (oz)Mikrometer1 oz ≈ 35 µm
Grad CelsiusKelvinT[K] = ϑ[°C] + 273,15; Differenzen sind gleich
Umdrehungen/minrad/sω = 2π·n/60 ≈ n/9,55
Newtonmeterkg·cm1 Nm ≈ 10,2 kg·cm (bei g = 9,81)
GradBogenmaßrad = ° · π/180
dBmMilliwattP = 10^(dBm/10) mW; 0 dBm = 1 mW, 20 dBm = 100 mW
WellenlängeFrequenzλ = c/f; bei 868 MHz ist λ/4 = 8,6 cm, bei 2,45 GHz 3,1 cm
Kilopond / kgfNewton1 kp = 9,80665 N — alte Angaben auf Federn und Waagen
N/mm²Megapascal1 N/mm² = 1 MPa — identisch, in der Festigkeitsrechnung die übliche Form
Pound-force inchNewtonmeter1 lbf·in = 0,113 Nm; 1 lbf·ft = 1,356 Nm

Schreibweise nach Norm

Leerzeichen vor der Einheit
„10 kΩ“, nicht „10kΩ“. Auch „25 °C“. Ausnahme: Winkelgrad ohne Leerzeichen — „45°“.
Einheitenzeichen aufrecht
Formelzeichen kursiv, Einheitenzeichen aufrecht: U = 5 V. Groß geschrieben nur, wenn nach einer Person benannt (V, A, W, Pa).
Dezimaltrennzeichen
Deutsch Komma, englisch Punkt. In Code, CSV und G-Code immer der Punkt — eine der häufigsten Fehlerquellen beim Datenaustausch.
Ersatzschreibweise in Stücklisten
„4k7“ statt „4,7 kΩ“, „2R2“ statt „2,2 Ω“. Der Vorsatz ersetzt das Komma, damit es beim Kopieren nicht verlorengeht.
Quellen und Anschluss

03 / 10Glossar A–Z

Die Fachwörter des Hubs an einem Ort — Elektronik, Digitaltechnik, Regelung, Mechanik und Robotik. Jeder Eintrag mit englischer Entsprechung, weil Datenblätter und Fachliteratur überwiegend englisch sind. Suchen über das Feld, springen über die Buchstabenleiste.
A
Abtastratesampling rate
Anzahl der Messwerte je Sekunde bei der Analog-Digital-Wandlung. Muss nach dem Abtasttheorem mehr als doppelt so hoch sein wie die höchste Signalfrequenz.
AbtasttheoremNyquist-Shannon theorem
Ein Signal lässt sich nur dann eindeutig rekonstruieren, wenn die Abtastrate mehr als doppelt so hoch ist wie seine höchste Frequenz. Verstöße erzeugen Aliasing.
Admittanzadmittance
Kehrwert der Impedanz, Y = 1/Z. Praktisch bei Parallelschaltungen, weil sich Admittanzen einfach addieren.
Aktoractuator
Bauteil, das ein elektrisches Signal in eine physikalische Wirkung umsetzt — Motor, Ventil, Heizelement, Relais.
Aliasingaliasing
Zu selten abgetastete hohe Frequenzen erscheinen als niedrigere Scheinfrequenzen. Nur durch ein analoges Filter vor dem Wandler vermeidbar.
Anisotropieanisotropy
Richtungsabhängige Eigenschaften. FDM-gedruckte Teile tragen längs der Schichten deutlich mehr als quer dazu — die Schichtgrenze ist die Sollbruchstelle.
Anstiegszeitrise time
Zeit vom Erreichen von 10 % bis 90 % des Endwerts. Bestimmt die Bandbreite eines Signals: f ≈ 0,35 / t_r.
Anti-Windupanti-windup
Maßnahme, die verhindert, dass der Integralanteil eines Reglers weiter aufsummiert, während die Stellgröße an der Begrenzung steht.
Arbeitspunktoperating point
Der Gleichstromzustand, um den ein Verstärker aussteuert. Wird über Vorspannung eingestellt und muss über Temperatur stabil bleiben.
Arbitrierungarbitration
Verfahren, mit dem mehrere Busteilnehmer den Zugriff aushandeln. Bei CAN gewinnt die Nachricht mit der niedrigeren Kennung, ohne dass Daten verloren gehen.
ASICASIC
Anwendungsspezifische integrierte Schaltung. Fest verdrahtete Logik, günstig nur in großen Stückzahlen, nachträglich nicht änderbar.
Axial / Radialaxial / radial
Kraftrichtung bezogen auf eine Welle: axial längs der Achse, radial quer dazu. Rillenkugellager nehmen vor allem Radialkraft auf.
B
Backlash (Spiel)backlash
Leerweg in Getriebe, Spindel oder Riemen, bevor Bewegung übertragen wird. Bei Positionierachsen durch Vorspannung oder Anti-Backlash-Muttern zu unterdrücken.
Bandbreitebandwidth
Frequenzbereich, in dem ein System ein Signal ohne nennenswerte Dämpfung überträgt. Üblich als Bereich bis zum Abfall auf −3 dB.
Bandgap-Referenzbandgap reference
Spannungsreferenz um 1,25 V, die zwei gegenläufige Temperatureffekte kompensiert. Steckt in fast jedem Mikrocontroller und Wandler.
Baudratebaud rate
Symbole je Sekunde auf einer Übertragungsstrecke. Bei UART mit einem Bit je Symbol gleich der Bitrate.
Bezug (Datum)datum
Fläche oder Achse, auf die sich Lagetoleranzen beziehen. Sinnvoll auf Auflage- und Zentrierflächen gelegt, sonst misst die Prüfung etwas anderes als die Funktion.
BGAball grid array
Gehäuse mit Lotkugeln auf der Unterseite. Sehr kompakt, braucht Reflow-Löten und ist ohne Spezialwerkzeug nicht nacharbeitbar.
BLDCbrushless DC motor
Bürstenloser Gleichstrommotor. Elektronisch kommutiert, wartungsfrei, hoher Wirkungsgrad; braucht einen Treiber mit Positionsinformation.
Bode-DiagrammBode plot
Doppelt logarithmische Darstellung von Amplituden- und Phasengang über der Frequenz. Werkzeug für Filterentwurf und Stabilitätsbeurteilung.
Bootloaderbootloader
Kleines Programm, das vor der eigentlichen Anwendung startet und diese laden oder aktualisieren kann.
Brownoutbrownout
Absinken der Versorgungsspannung unter den zulässigen Wert. Ein Brownout-Detektor hält den Controller dabei im Reset.
Brücke (Messbrücke)bridge
Vier Widerstände als zwei Spannungsteiler; gemessen wird die Differenz in der Mitte. Grundlage von Wägezellen und Drucksensoren.
Bürdeburden
Lastwiderstand am Ausgang eines Stromsignals, z. B. 250 Ω bei 4–20 mA. Bei Stromwandlern darf die Bürde nie fehlen.
C
Cachecache
Schneller Zwischenspeicher zwischen Prozessor und Hauptspeicher. Ein Fehltreffer kostet so viel Zeit wie hundert Rechenoperationen.
Cam-Outcam-out
Herausrutschen des Bits aus dem Schraubenkopf bei hohem Drehmoment. Bei Kreuzschlitz bauartbedingt, bei Torx und Innensechskant praktisch nicht.
CANCAN bus
Differentieller Feldbus mit Arbitrierung und Fehlererkennung in Hardware. Sehr störfest, in Fahrzeugen und Maschinen verbreitet.
CMRRcommon-mode rejection ratio
Gleichtaktunterdrückung — wie stark ein Differenzverstärker Signale unterdrückt, die auf beiden Eingängen gleich anliegen.
CRCcyclic redundancy check
Prüfsumme über ein Polynom. Erkennt Übertragungsfehler sehr zuverlässig, schützt aber nicht gegen absichtliche Manipulation.
Crimpencrimping
Kaltverpressen eines Kontakts auf einen Leiter. Gasdicht und dauerhaft — aber nur mit dem zum Kontakt gehörenden Werkzeug.
D
Dämpfungsgraddamping ratio
Kennzahl D eines Systems zweiter Ordnung. D < 1 schwingt, D = 1 ist der aperiodische Grenzfall, D > 1 kriecht.
Datenblattdatasheet
Herstellerdokument mit Grenzwerten, Kennlinien und Anwendungshinweisen. Die einzige verbindliche Quelle für Bauteileigenschaften.
Dauerfestigkeitfatigue strength
Spannung, die ein Bauteil beliebig viele Lastwechsel erträgt. Stahl hat eine echte Dauerfestigkeitsgrenze, Aluminium nicht — dort zählt die Zyklenzahl.
DC-BiasDC bias effect
Kapazitätsverlust von Keramikkondensatoren der Klasse 2 unter Gleichspannung. Ein 10-µF-Typ kann bei Nennspannung nur noch 2 µF haben.
Delta-Sigmadelta-sigma
Wandlerprinzip mit starkem Oversampling und Rauschformung. Erreicht sehr hohe Auflösung bei niedriger Bandbreite.
Devicetreedevice tree
Beschreibung der vorhandenen Hardware in einer Datenstruktur, getrennt vom Code. In Linux und Zephyr üblich.
DFMdesign for manufacturing
Entwurf so gestalten, dass er sich fertigen lässt: Mindestbreiten, Abstände, Bauformen, Prüfbarkeit.
Dichtedensity
Masse je Volumen in g/cm³. Für Gewichtsabschätzungen: Stahl 7,85 · Alu 2,70 · PLA 1,24.
DMAdirect memory access
Datentransfer zwischen Peripherie und Speicher ohne Beteiligung des Prozessors. Entlastet die CPU erheblich.
Domain Randomizationdomain randomization
Absichtliches Streuen der Simulationsparameter, damit eine gelernte Strategie die Unterschiede zur echten Hardware verträgt.
Drehfeldrotating field
Umlaufendes Magnetfeld aus drei um 120° versetzten Wicklungen. Grundlage des Asynchronmotors.
Drehmomenttorque
Produkt aus Kraft und Hebelarm, in Nm. Zusammen mit der Drehzahl ergibt es die mechanische Leistung.
Dropoutdropout voltage
Mindestdifferenz zwischen Ein- und Ausgangsspannung, die ein Linearregler zum Arbeiten braucht.
Duty Cycleduty cycle
Tastverhältnis — Anteil der Einschaltzeit an der Periodendauer bei einem PWM-Signal.
E
Echtzeitreal-time
Zusicherung, dass eine Reaktion innerhalb einer festen Frist erfolgt. Nicht „schnell“, sondern „garantiert rechtzeitig“.
EffektivwertRMS value
Der Wert einer Wechselgröße, der dieselbe Wärmeleistung erzeugt wie eine Gleichgröße. Bei Sinus û/√2.
Einschaltstrominrush current
Kurzzeitig sehr hoher Strom beim Einschalten, verursacht durch leere Kondensatoren oder Trafokerne.
Eloxierenanodizing
Elektrochemisch erzeugte harte Oxidschicht auf Aluminium, einfärbbar und elektrisch isolierend — deshalb bei Masseanschlüssen anfräsen.
E-ModulYoung's modulus
Maß für die Steifigkeit, nicht für die Festigkeit. Stahl ≈ 210 GPa, Aluminium ≈ 70 GPa — gleiche Geometrie biegt sich in Alu dreimal so stark.
EMVEMC
Elektromagnetische Verträglichkeit: Ein Gerät stört andere nicht und wird selbst nicht gestört.
Encoderencoder
Gerät, das eine Position oder Drehung in ein elektrisches Signal umsetzt — inkremental oder absolut.
ENOBeffective number of bits
Effektive Auflösung eines Wandlers unter Berücksichtigung von Rauschen und Verzerrung. Praktisch relevanter als die nominale Bitzahl.
Entformschrägedraft angle
Leichte Neigung an Guss- und Spritzgussteilen, damit sie sich aus der Form lösen. Ein bis zwei Grad genügen meist.
Entprellendebouncing
Unterdrücken der mehrfachen Kontaktschließungen eines mechanischen Schalters, per RC-Glied oder in Software.
Entropieentropy
Mittlerer Informationsgehalt je Zeichen. Untere Grenze für verlustfreie Kompression.
Erdungearthing / grounding
Verbindung mit dem Erdpotential zum Schutz von Personen. Nicht zu verwechseln mit der Signalmasse.
ESDelectrostatic discharge
Elektrostatische Entladung mit Spannungen bis zu einigen Kilovolt. Zerstört Halbleiter oft unbemerkt und mit Verzögerung.
ESRequivalent series resistance
Innenwiderstand eines Kondensators. Bestimmt Verluste, Erwärmung und die Restwelligkeit in Schaltnetzteilen.
EtherCATEtherCAT
Echtzeit-Feldbus auf Ethernet-Basis mit Durchlaufprinzip. Zykluszeiten unter 100 µs möglich.
F
Fail-Safefail-safe
Verhalten, bei dem ein Fehler in einen sicheren Zustand führt — Antrieb stromlos, Ventil geschlossen.
Feldbusfieldbus
Digitales Netzwerk zwischen Steuerung und Feldgeräten, ersetzt parallele Verdrahtung.
Festigkeitsklasseproperty class
Schraubenkennzeichnung nach ISO 898-1: erste Zahl × 100 = Zugfestigkeit in N/mm², erste × zweite × 10 = Streckgrenze. 8.8 heißt also 800 / 640 N/mm².
Festlager / Loslagerlocating / floating bearing
Ein Lager nimmt die Axialkraft auf, das zweite lässt Längsdehnung zu. Ohne dieses Paar verspannt sich die Welle bei Erwärmung.
Filmscharnierliving hinge
Dünne, biegsame Stelle, die als Scharnier wirkt. In PP dauerhaft haltbar, in PLA nach wenigen Bewegungen gebrochen.
Flankensteilheitslew rate
Wie schnell sich ein Signal ändert. Bestimmt die Bandbreite und damit die Störabstrahlung — nicht die Taktfrequenz.
Flashflash memory
Nichtflüchtiger Speicher, byteweise lesbar, blockweise löschbar. Begrenzte Anzahl Löschzyklen.
Flussmittelflux
Chemikalie, die Oxide löst und die Benetzung beim Löten ermöglicht. Ohne Flussmittel keine brauchbare Lötstelle.
FOCfield-oriented control
Feldorientierte Regelung eines Drehstrommotors über Koordinatentransformation. Ergibt maximalen Wirkungsgrad und vollen Rundlauf.
Footprintland pattern
Das Kupfermuster auf der Leiterplatte, auf das ein Bauteil gelötet wird. Fehlerquelle Nummer eins beim ersten Entwurf.
Formschluss / Kraftschluss / Stoffschlusspositive / frictional / bonded joint
Die drei Wirkprinzipien jeder Verbindung: Geometrie (Stift, Passfeder), Reibung (Schraube, Klemmnabe) oder Materialverbund (Kleben, Schweißen, Löten).
Form- und Lagetoleranzgeometric tolerance (GD&T)
Toleriert Geometrie statt nur Maße: Form, Richtung, Ort und Lauf, bezogen auf Bezüge. Ein maßhaltiges Teil kann trotzdem unbrauchbar krumm sein.
FPGAFPGA
Frei konfigurierbarer Logikbaustein. Alles läuft parallel — anders als bei einem Prozessor mit Befehlsfolge.
Freiheitsgraddegree of freedom (DOF)
Unabhängige Bewegungsmöglichkeit. Für jede beliebige Pose im Raum braucht ein Arm sechs — drei für die Position, drei für die Orientierung.
Freikörperbildfree-body diagram
Skizze des freigeschnittenen Bauteils mit allen Kräften und Momenten. Ohne dieses Bild ist jede Statikrechnung Glückssache.
Freilaufdiodeflyback diode
Diode antiparallel zu einer Induktivität. Leitet den Strom beim Abschalten ab und schützt den Schalttransistor.
G
Gate-Ladunggate charge
Ladung, die zum Durchschalten eines MOSFET nötig ist. Bestimmt zusammen mit der Schaltfrequenz die Treiberverluste.
Gleichlauf- / Gegenlauffräsenclimb / conventional milling
Beim Gleichlauf dreht die Schneide in Vorschubrichtung: bessere Oberfläche, aber zieht bei Spindelspiel ins Material. Gegenlauf ist gutmütiger.
Gleitlagerplain bearing
Lager ohne Wälzkörper — Sinterbronze, Kunststoff oder beschichtet. Leise, günstig und stoßfest, dafür höhere Reibung und Verschleiß.
Gray-CodeGray code
Codierung, bei der sich zwischen benachbarten Werten genau ein Bit ändert. Verhindert Fehlwerte an Codegrenzen.
Grenzfrequenzcutoff frequency
Frequenz, bei der die Amplitude auf 70,7 % (−3 dB) gefallen ist. Bei einem RC-Glied f = 1/(2πRC).
Gütequality factor
Kennzahl Q eines Schwingkreises oder Filters. Hohe Güte bedeutet schmale Bandbreite und geringe Dämpfung.
H
HALhardware abstraction layer
Softwareschicht, die Registerzugriffe kapselt. Ermöglicht Tests ohne Hardware und den Wechsel des Controllers.
Hall-SensorHall sensor
Sensor, der Magnetfelder in eine Spannung umsetzt. Für Position, Drehzahl und isolierte Strommessung.
Haltemomentholding torque
Moment, das ein bestromter Schrittmotor im Stillstand hält. Fällt mit steigender Drehzahl stark ab — deshalb immer die Momentenkennlinie ansehen.
Hard Faulthard fault
Ausnahme bei ARM Cortex-M, ausgelöst durch einen unzulässigen Zugriff. Die Fault-Register nennen die genaue Ursache.
Harvard-ArchitekturHarvard architecture
Getrennte Speicher und Busse für Programm und Daten. Schneller und deterministischer als von Neumann.
Heat-Set-Insertheat-set insert
Messinghülse, die mit dem Lötkolben in Kunststoff eingeschmolzen wird. Ergibt im 3D-Druckteil ein belastbares, oft lösbares Gewinde.
Hygroskopischhygroscopic
Zieht Feuchtigkeit aus der Luft. Nylon, PVA und teilweise PETG müssen deshalb trocken gelagert und vor dem Druck getrocknet werden.
Hysteresehysteresis
Unterschiedliches Verhalten bei steigender und fallender Eingangsgröße. Bei Komparatoren gewollt, bei Sensoren ein Fehler.
I
I²CI2C
Zweidraht-Bus mit Adressierung, Open-Drain und Pull-up-Widerständen. Für viele langsame Bauteile auf kurzer Strecke.
IGBTIGBT
Leistungshalbleiter mit spannungsgesteuertem Eingang und bipolarem Ausgang. Für hohe Spannungen bei mäßiger Schaltfrequenz.
Impedanzimpedance
Komplexer Wechselstromwiderstand aus Wirk- und Blindanteil. Betrag und Phase beschreiben ihn vollständig.
Induktivitätinductance
Eigenschaft einer Spule, sich Stromänderungen zu widersetzen. u = L·di/dt.
Instrumentenverstärkerinstrumentation amplifier
Differenzverstärker mit hoher Gleichtaktunterdrückung und hohem Eingangswiderstand. Für Brückensensoren.
Interruptinterrupt
Unterbrechung des Programmablaufs durch ein Ereignis. Ermöglicht schnelle Reaktion ohne ständiges Abfragen.
Inverse Kinematikinverse kinematics
Berechnung der Gelenkwinkel aus der gewünschten Pose. Mehrdeutig oder unlösbar — im Gegensatz zur Vorwärtskinematik, die immer genau eine Lösung hat.
IO-LinkIO-Link
Punkt-zu-Punkt-Verbindung zu Sensoren über die vorhandene dreiadrige Leitung. Erlaubt Parametrierung und Diagnose.
J
Jitterjitter
Zufällige zeitliche Schwankung von Signalflanken. Begrenzt die erreichbare Auflösung bei schneller Abtastung.
K
Kalman-FilterKalman filter
Optimaler Zustandsschätzer, der Modellwissen und verrauschte Messungen gewichtet kombiniert.
Kaltverschweißen (Galling)galling
Mikroskopisches Verschweißen gleicher Gewindeflanken unter Druck, typisch bei Edelstahl. Die Schraube frisst fest; Abhilfe: schmieren und langsam drehen.
Kaskadenregelungcascade control
Regelkreis im Regelkreis. Der innere Kreis muss deutlich schneller sein als der äußere.
Kerbwirkungstress concentration
Spannungsspitze an Ecken, Bohrungen und Absätzen. Ausgangspunkt fast jedes Ermüdungsrisses — Radien statt scharfer Kanten.
Kernlochtapping drill hole
Bohrung vor dem Gewindeschneiden. Faustregel für Regelgewinde: Nenndurchmesser minus Steigung, für M6 also 5,0 mm.
Kirchhoffsche RegelnKirchhoff's laws
Knotenregel: Summe der Ströme in einem Knoten ist null. Maschenregel: Summe der Spannungen im Umlauf ist null.
Knickenbuckling
Seitliches Ausweichen schlanker Druckstäbe weit unterhalb der Druckfestigkeit. Die kritische Last sinkt mit dem Quadrat der Knicklänge.
Komparatorcomparator
Baustein, der zwei Spannungen vergleicht und digital ausgibt, welche größer ist. Braucht Hysterese, sonst kippt er mehrfach.
Kontaktkorrosiongalvanic corrosion
Bei zwei verschiedenen Metallen mit Feuchtigkeit dazwischen wird das unedlere abgetragen — etwa Aluminium neben Edelstahl. Trennen oder Paarung passend wählen.
Konvektionconvection
Wärmeabfuhr durch strömendes Medium. Ein kleiner Luftstrom bringt mehr als eine doppelt so große Kühlfläche ohne Strömung.
Kriechstreckecreepage distance
Kürzester Weg zwischen zwei Leitern entlang der Oberfläche. Bei Netzspannung normativ vorgegeben.
Kugelgewindetriebball screw
Spindel mit umlaufenden Kugeln: 90–95 % Wirkungsgrad, spielarm vorspannbar — aber nicht selbsthemmend, senkrechte Achsen brauchen eine Bremse.
L
Latchlatch
Pegelgesteuertes Speicherglied. In synchronen Entwürfen unerwünscht — entsteht meist versehentlich.
Laufzeit (Signal)propagation delay
Zeit, die ein Signal für eine Strecke braucht. Auf FR4 etwa 6–7 ns je Meter.
Leistungsfaktorpower factor
Verhältnis von Wirk- zu Scheinleistung. Bei nichtsinusförmigen Strömen zusätzlich vom Verzerrungsanteil bestimmt.
Linearführunglinear guide
Führt eine Bewegung auf einer Geraden. Profilschienenführungen sind deutlich steifer als Wellen mit Linearkugellagern.
Linearreglerlinear regulator
Spannungsregler, der die Differenz in Wärme umsetzt. Leise und einfach, aber verlustbehaftet.
Logic Levellogic level
Kennzeichnung für MOSFETs, deren Widerstand bereits bei 2,5 oder 4,5 V Gate-Spannung spezifiziert ist.
LSBleast significant bit
Das niederwertigste Bit; bei Wandlern zugleich die kleinste auflösbare Stufe.
Luftstreckeclearance
Kürzester Weg zwischen zwei Leitern durch die Luft. Zusammen mit der Kriechstrecke normativ geregelt.
M
MAC-AdresseMAC address
Hardwareadresse einer Netzwerkschnittstelle, gültig nur im lokalen Segment.
Masseflächeground plane
Durchgehende Kupferlage als Bezugspotential und Rückstrompfad. Die wichtigste Layoutmaßnahme überhaupt.
Massenträgheitsmomentmoment of inertia
Widerstand eines Körpers gegen Drehzahländerung, in kg·m². Bestimmt zusammen mit der Winkelbeschleunigung das nötige Motormoment.
MCUmicrocontroller unit
Mikrocontroller: Prozessor, Speicher und Peripherie auf einem Chip.
MEMSMEMS
Mikroelektromechanisches System. Winzige bewegliche Strukturen auf einem Chip, etwa in Beschleunigungssensoren.
Metastabilitätmetastability
Undefinierter Zwischenzustand eines Flipflops nach Verletzung der Setup- oder Hold-Zeit. Wird mit zwei Synchronisierstufen beherrscht.
Mikroschrittmicrostepping
Zwischenpositionen bei Schrittmotoren durch anteilige Ströme. Verbessert die Laufruhe deutlich, die Genauigkeit nur wenig.
Miller-EffektMiller effect
Scheinbare Vergrößerung der Rückwirkungskapazität durch die Verstärkung. Begrenzt die Schaltgeschwindigkeit.
MOSFETMOSFET
Spannungsgesteuerter Feldeffekttransistor. Im leitenden Zustand ein Widerstand (R_DS(on)).
MQTTMQTT
Schlankes Publish-Subscribe-Protokoll über TCP. Verbreitet in Hausautomation und IIoT.
MTBFmean time between failures
Mittlere Zeit zwischen zwei Ausfällen. Eine statistische Größe, keine Garantie für ein Einzelgerät.
Multiplexermultiplexer
Schaltung, die einen von mehreren Eingängen auswählt. In Software das Gegenstück zu switch.
N
Netzwerkanalysenetwork analysis
Verfahren zur Berechnung von Strömen und Spannungen in verzweigten Netzwerken.
NTCNTC thermistor
Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizient. Als Temperatursensor und als Einschaltstrombegrenzer verbreitet.
NutensteinT-slot nut
Gleitstein für die Nut eines Aluprofils. Nut 6 gehört zu den 20er-Profilen, Nut 8 zu den 40ern — Zubehör passt nur zur richtigen Nutbreite.
Nyquist-DiagrammNyquist plot
Ortskurve des offenen Regelkreises in der komplexen Ebene. Aus der Lage zum Punkt −1 folgt die Stabilität.
O
Oberflächenrauheitsurface roughness
Kennwerte Ra und Rz in µm. Glatt ist nötig für Dichtflächen, Gleitpaarungen und dauerfeste Bauteile — und kostet Fertigungszeit.
Odometrieodometry
Positionsschätzung aus der eigenen Bewegung, etwa aus Raddrehungen. Driftet unweigerlich und muss durch eine absolute Messung gestützt werden.
Offsetoffset
Systematische Abweichung vom Nullpunkt. Bei Verstärkern und Wandlern durch Kalibrierung korrigierbar.
OPC UAOPC UA
Herstellerübergreifendes Industrieprotokoll mit Informationsmodell, Verschlüsselung und Authentifizierung.
Open-Drainopen drain
Ausgang, der nur nach Masse ziehen kann. Erlaubt mehrere Teilnehmer an einer Leitung — Grundlage von I²C und CAN.
Operationsverstärkeroperational amplifier
Differenzverstärker mit sehr hoher Verstärkung. Sein Verhalten bestimmt die äußere Gegenkopplung.
Ortskurvelocus
Darstellung einer komplexen Größe über einen Parameter, meist die Frequenz.
Oversamplingoversampling
Abtasten mit deutlich mehr als der nötigen Rate und anschließendes Mitteln. Bringt zusätzliche effektive Auflösung.
P
Parasitärparasitic
Ungewollte Eigenschaft eines Bauteils oder Leiters — Kapazität, Induktivität, Widerstand.
Passfederparallel key
Formschlüssige Welle-Nabe-Verbindung nach DIN 6885. Überträgt hohe Momente, hat aber immer etwas Spiel in Umfangsrichtung.
Passungfit
Zusammenspiel von Bohrung und Welle, Großbuchstabe für die Bohrung, Kleinbuchstabe für die Welle. H7/g6 gleitet, H7/k6 ist Übergang, H7/p6 sitzt fest.
PDM / PWMpulse width modulation
Steuerung des Mittelwerts über das Verhältnis von Ein- zu Ausschaltzeit.
Performance Levelperformance level
Maß für die Zuverlässigkeit sicherheitsbezogener Steuerungsteile nach EN ISO 13849-1, Stufen a bis e.
Phasenreservephase margin
Abstand der Phase zu −180° bei der Durchtrittsfrequenz. 45–60° gelten als guter Zielbereich.
PID-ReglerPID controller
Regler aus Proportional-, Integral- und Differentialanteil. Deckt über 90 % aller Regelaufgaben ab.
Planetengetriebeplanetary gear
Koaxiales Getriebe mit mehreren tragenden Zahneingriffen. Kompakt und drehsteif — der Standard vor Servo- und Schrittmotoren.
pn-Übergangpn junction
Grenzfläche zwischen p- und n-dotiertem Halbleiter. Grundlage von Diode, Transistor und Solarzelle.
Policypolicy
Gelernte Strategie, die aus einer Beobachtung die nächste Aktion ableitet — das Ergebnis eines Reinforcement-Learning-Trainings.
Posepose
Position und Orientierung zusammen, also sechs Werte im Raum. Grundbegriff jeder Roboterprogrammierung.
Prozessabbildprocess image
Speicherabbild aller Ein- und Ausgänge einer SPS, das zu Beginn und Ende des Zyklus aktualisiert wird.
PSRRpower supply rejection ratio
Wie stark ein Baustein Schwankungen der Versorgungsspannung unterdrückt. Fällt zu hohen Frequenzen hin ab.
Pull-up / Pull-downpull-up / pull-down
Widerstand, der einen Eingang auf einen definierten Pegel zieht, solange nichts anderes treibt.
Q
Quantisierungquantization
Zuordnung eines kontinuierlichen Werts zu einer diskreten Stufe. Erzeugt einen unvermeidbaren Fehler von bis zu ½ LSB.
Quarzcrystal
Schwingquarz als Frequenznormal. Braucht passende Lastkondensatoren und eine störungsarme Umgebung.
Quaternionquaternion
Vierkomponentige Darstellung einer Orientierung. Frei von Gimbal-Lock und numerisch gutmütig — deshalb intern in ROS 2 und in IMU-Fusionen verwendet.
R
Raumzeigermodulationspace vector modulation
Modulationsverfahren für Dreiphasenbrücken. Nutzt die Zwischenkreisspannung rund 15 % besser als Sinusmodulation.
Reflexionreflection
Rückläufige Welle an einem Impedanzsprung. Ursache für Überschwingen und Doppelflanken auf langen Leitungen.
Reflowreflow soldering
Lötverfahren, bei dem Lotpaste durch ein Temperaturprofil aufgeschmolzen wird.
Regelabweichungcontrol error
Differenz zwischen Sollwert und Istwert. Sie treibt den Regler an.
Regelstreckeplant
Der zu regelnde Prozess. Seine Dynamik bestimmt, was ein Regler leisten kann.
Reibwertcoefficient of friction
Verhältnis von Reibungs- zu Normalkraft, unabhängig von der Fläche. Haftreibung liegt über Gleitreibung; im Gewinde bestimmt er, wie viel Drehmoment als Vorspannung ankommt.
Reluktanzreluctance
Magnetischer Widerstand eines Kreises. Analogon zum elektrischen Widerstand.
Resolverresolver
Robuster induktiver Winkelgeber ohne Elektronik im Sensor. In Fahrzeug- und Luftfahrtantrieben verbreitet.
Rillenkugellagerdeep groove ball bearing
Das Standardlager. Die letzten Ziffern der Bezeichnung nennen die Bohrung: 608 hat 8 mm, 625 hat 5 mm. 2RS steht für Gummidichtung, ZZ für Metalldeckel.
Ringpufferring buffer
Datenstruktur mit Schreib- und Leseindex. Erlaubt sperrenfreie Übergabe zwischen ISR und Hauptprogramm.
RISC-VRISC-V
Offener, lizenzfreier Befehlssatz mit modularem Aufbau. Zunehmend in Mikrocontrollern und Beschleunigern.
ROS 2Robot Operating System 2
Kein Betriebssystem, sondern Middleware plus Werkzeuge: Knoten tauschen über DDS Nachrichten aus, TF verwaltet die Koordinatensysteme.
RTOSreal-time operating system
Betriebssystem mit prioritätsbasiertem, verdrängendem Scheduling und vorhersagbarem Zeitverhalten.
Rückführungfeedback
Messung der Regelgröße und Vergleich mit dem Sollwert. Der Unterschied zwischen Steuerung und Regelung.
S
SAR-WandlerSAR ADC
Analog-Digital-Wandler nach dem Prinzip der sukzessiven Approximation. Der Standard in Mikrocontrollern.
Sättigung (Kern)saturation
Zustand, in dem ein Magnetkern kein zusätzliches Feld mehr aufnimmt. Die Induktivität bricht zusammen, der Strom schießt hoch.
Schaltreglerswitching regulator
Spannungswandler, der Energie in Schaltvorgängen überträgt. Hoher Wirkungsgrad, dafür Störungen und Layoutanforderungen.
Schirmungshielding
Leitfähige Hülle gegen elektrische und magnetische Einkopplung. Die Auflegung entscheidet über die Wirksamkeit.
Schleifenflächeloop area
Von Hin- und Rückleiter eingeschlossene Fläche. Bestimmt maßgeblich Einkopplung und Abstrahlung.
Schmitt-TriggerSchmitt trigger
Eingang mit zwei Schaltschwellen. Macht aus verrauschten oder flachen Signalen saubere Flanken.
Schnittgeschwindigkeitcutting speed
Relativgeschwindigkeit zwischen Schneide und Werkstück in m/min, vom Werkstoff vorgegeben. Aus ihr und dem Werkzeugdurchmesser folgt die Drehzahl.
Schraubensicherungthreadlocker
Anaerober Klebstoff, der nur unter Luftabschluss im Gewinde aushärtet. Mittelfest (blau) bleibt lösbar, hochfest (rot) braucht Wärme.
Schrittmotorstepper motor
Motor, der sich in festen Winkelschritten dreht. Positioniert ohne Sensor, solange er nicht überlastet wird.
SchutzkleinspannungSELV / PELV
Spannung bis 25 V AC bzw. 60 V DC mit sicherer Trennung vom Netz. Gilt als berührungssicher.
Schwerpunktcenter of gravity
Punkt, in dem die Gesamtmasse als wirkend angenommen wird. Verlässt seine Lotlinie die Standfläche, kippt das Objekt.
Selbsthemmungself-locking
Eigenschaft eines Gewindes oder Getriebes, sich unter Last nicht zurückzudrehen. Trapezspindel und Schneckengetriebe halten damit senkrechte Achsen ohne Bremse.
Sensorfusionsensor fusion
Kombination mehrerer Sensoren zu einer besseren Schätzung, etwa Beschleunigungs- und Drehratensensor zur Lagebestimmung.
Setup-Zeitsetup time
Zeit, die Daten vor einer Taktflanke stabil anliegen müssen. Verletzung führt zu Metastabilität.
Shore-HärteShore hardness
Härteskala für Elastomere. Shore A 95 ist zäh-fest, Shore A 60 weich und gummiartig — die übliche Angabe bei TPU.
Sicherheitsfaktorsafety factor
Verhältnis von ertragbarer zu tatsächlicher Beanspruchung. Statisch 1,5–2, stoßartig oder unsicher 3–4, bei Personengefährdung deutlich mehr.
Sicherungsringretaining ring
Federnder Ring in einer Nut, der ein Bauteil axial festhält — DIN 471 auf der Welle, DIN 472 in der Bohrung.
SILsafety integrity level
Sicherheitsintegritätslevel nach IEC 61508 bzw. IEC 62061. Gegenstück zum Performance Level.
Sim-to-Realsim-to-real transfer
Übertragung einer in Simulation gelernten Fähigkeit auf echte Hardware. Der Bruch entsteht durch Reibung, Spiel und Sensorrauschen.
Singularitätsingularity
Gelenkstellung, in der ein Roboterarm einen Freiheitsgrad verliert und einzelne Achsen rechnerisch unendlich schnell werden müssten.
Skin-Effektskin effect
Verdrängung des Wechselstroms an die Leiteroberfläche. Erhöht den Widerstand mit steigender Frequenz.
Slew Rateslew rate
Maximale Änderungsgeschwindigkeit des Ausgangs eines Verstärkers, in V/µs. Begrenzt große schnelle Signale.
Snap-Fitsnap fit
Federnde Rastnase, die beim Fügen über eine Hinterschneidung springt. Lange, schlanke Nasen federn — kurze brechen.
Snubbersnubber
RC- oder RCD-Glied zum Bedämpfen von Schaltschwingungen. Senkt Spannungsspitzen und Störabstrahlung.
Spannung (mechanisch)stress
Kraft je Fläche in N/mm² (= MPa). Normalspannung σ wirkt senkrecht zur Schnittfläche, Schubspannung τ parallel dazu.
SPISPI
Vierdraht-Bus mit Takt, zwei Datenleitungen und Chipauswahl. Sehr schnell, aber ohne Adressierung und Rückmeldung.
Sprungantwortstep response
Reaktion eines Systems auf einen sprunghaften Eingang. Grundlage für Modellbildung und Reglerauslegung.
SPSPLC
Speicherprogrammierbare Steuerung. Arbeitet zyklisch mit Prozessabbild und ist auf Industrieumgebungen ausgelegt.
Stellgrößemanipulated variable
Die Größe, mit der der Regler auf die Strecke wirkt — Heizleistung, Motorstrom, Ventilstellung.
Störgrößedisturbance
Einfluss von außen auf die Regelstrecke. Ihn auszuregeln ist oft wichtiger als das Folgen des Sollwerts.
Streckgrenzeyield strength
Spannung, ab der bleibende Verformung einsetzt (R_e bzw. R_p0,2). Der maßgebliche Wert für die Auslegung — nicht die Zugfestigkeit.
Stromspiegelcurrent mirror
Schaltung, die einen Strom in einen zweiten Zweig kopiert. Grundbaustein integrierter Verstärker.
SWDserial wire debug
Zweidraht-Debugschnittstelle bei ARM Cortex-M. Erlaubt Flashen, Breakpoints und Speicherzugriff.
T
Taktdomäneclock domain
Bereich einer Schaltung mit gemeinsamem Takt. Übergänge zwischen Domänen brauchen Synchronisierer.
Tastkopfprobe
Messzubehör für das Oszilloskop. Muss kompensiert werden; die Masseleitung sollte so kurz wie möglich sein.
TCP (Roboter)tool center point
Der gesteuerte Punkt am Werkzeug. Alle Bahnen und Geschwindigkeiten beziehen sich darauf; ein falsch vermessener TCP verschiebt jede Bewegung.
Teleoperationteleoperation
Führen des Roboters durch einen Menschen aus der Ferne oder von Hand — heute vor allem, um Trainingsdaten für gelernte Strategien aufzunehmen.
Thermal Runawaythermal runaway
Selbstverstärkende Erwärmung: wärmer bedeutet leitfähiger bedeutet wärmer. Bei Bipolartransistoren und Akkus gefährlich.
Thévenin-ErsatzschaltungThevenin equivalent
Ersatz eines linearen Netzwerks durch eine Quelle mit Innenwiderstand. Die meistgenutzte Analysetechnik.
Totzeitdead time
Verzögerung, bevor eine Wirkung einsetzt. In Regelkreisen der Hauptgrund für Instabilität; bei Halbbrücken die Sperrpause.
Trapezgewindespindellead screw
Spindel mit Trapezgewinde, meist mit Kunststoffmutter. Selbsthemmend und günstig, dafür deutlich schlechterer Wirkungsgrad als der Kugelgewindetrieb.
TRNGtrue random number generator
Hardwarebasierter Zufallsgenerator. Für Schlüssel und Nonces unverzichtbar; rand() genügt dafür nicht.
T-Slot / V-SlotT-slot / V-slot
Nutformen bei Aluprofilen. T-Slot nimmt nur Nutensteine auf, V-Slot hat zusätzlich eine V-Kante als Laufbahn für Rollen.
TVS-DiodeTVS diode
Suppressordiode für kurze Überspannungsimpulse. Standardschutz an Schnittstellen gegen ESD und Surge.
U
UARTUART
Asynchrone serielle Schnittstelle mit Sende- und Empfangsleitung. Beide Seiten müssen dieselbe Baudrate verwenden.
Überhangoverhang
Nach außen geneigte Fläche beim FDM-Druck. Bis etwa 45° zur Senkrechten trägt sich die Schicht selbst, darunter braucht es Stützmaterial.
Überschwingenovershoot
Überschreiten des Sollwerts nach einem Sprung, in Prozent des Endwerts.
Übersetzungsverhältnisgear ratio
Verhältnis von An- zu Abtriebsdrehzahl. Erhöht das Moment und reduziert die reflektierte Trägheit quadratisch.
V
Verpolschutzreverse polarity protection
Schaltung gegen verkehrt angeschlossene Versorgung. Diode oder p-Kanal-MOSFET in der Plusleitung.
Viavia
Durchkontaktierung zwischen Lagen einer Leiterplatte. Bringt Induktivität mit und trägt begrenzten Strom.
Volatilevolatile
Schlüsselwort in C, das dem Compiler verbietet, Zugriffe wegzuoptimieren. Nötig bei Registern und ISR-Variablen.
Von-Neumann-Architekturvon Neumann architecture
Gemeinsamer Speicher für Programm und Daten. Einfach und flexibel, aber der Bus wird zum Engpass.
Vorspannungpreload
Klemmkraft einer angezogenen Schraube oder eines vorgespannten Lagers. Sie ist das eigentliche Ziel — das Anzugsmoment nur das grobe Mittel dorthin.
W
Wärmeausdehnungskoeffizientcoefficient of thermal expansion
Längenänderung je Kelvin. Aluminium ≈ 23·10⁻⁶/K, Stahl ≈ 12·10⁻⁶/K — bei langen Achsen erzwingt der Unterschied ein Fest-/Loslager-Konzept.
Watchdogwatchdog timer
Zeitgeber, der einen Reset auslöst, wenn er nicht regelmäßig zurückgesetzt wird. Pflicht in unbeaufsichtigten Geräten.
Wear Levelingwear leveling
Gleichmäßige Verteilung von Schreibvorgängen über den Flash-Speicher, um die Lebensdauer zu erhöhen.
Welle-Nabe-Verbindungshaft-hub connection
Überträgt Moment von der Welle auf das Bauteil: Passfeder, Klemmnabe, Spannsatz, Presssitz oder — nur für kleine Momente — Madenschraube.
Wellenkupplungshaft coupling
Verbindet zwei Wellen und gleicht Versatz aus. Balgkupplung für spielfreie Servoachsen, Elastomerkupplung für stoßbehaftete Antriebe.
Wellenwiderstandcharacteristic impedance
Verhältnis von Spannung zu Strom einer sich ausbreitenden Welle auf einer Leitung. Bestimmt die nötige Terminierung.
Wellgetriebestrain wave gear
Spielfreies Getriebe mit hoher Untersetzung in einer Stufe, über einen elastisch verformten Zahnkranz. Standard in Gelenken von Industrierobotern.
Windupintegrator windup
Aufsummieren des Integralanteils, während die Stellgröße begrenzt ist. Führt zu starkem Überschwingen.
Wirbelstromeddy current
Induzierter Kreisstrom in leitfähigem Material. Ursache von Kernverlusten; genutzt in induktiven Sensoren.
Wurzelortskurveroot locus
Darstellung der Wanderung der Pole des geschlossenen Kreises über die Reglerverstärkung.
Z
Zahnriementiming belt
Formschlüssige, schlupffreie Übertragung. GT2 mit 2 mm Teilung ist der Maker-Standard; die Riemendehnung begrenzt die Steifigkeit der Achse.
Zeigerdiagrammphasor diagram
Grafische Darstellung von Wechselgrößen als Zeiger mit Betrag und Phase. Macht aus Trigonometrie Geometrie.
Zugfestigkeittensile strength
Höchste ertragbare Spannung vor dem Bruch (R_m). Liegt über der Streckgrenze und wird für die Auslegung nur selten direkt verwendet.
Zustandsautomatfinite state machine
Beschreibung von Verhalten über Zustände und Übergänge. Das wichtigste Entwurfsmuster in Firmware und SPS.
Zustandsraumstate space
Systembeschreibung über innere Zustandsgrößen statt nur über Ein- und Ausgang. Grundlage moderner Regelungsverfahren.
Zweierkomplementtwo's complement
Darstellung negativer Ganzzahlen, bei der derselbe Addierer für beide Vorzeichen funktioniert.
Zykluszeitcycle time
Dauer eines vollständigen Durchlaufs einer SPS. Wirkt als Totzeit im Regelkreis.
Weitere Begriffssammlungen

04 / 10Abkürzungen

Datenblätter und Normen bestehen zur Hälfte aus Abkürzungen. Hier stehen die, die in diesem Hub und in der Praxis vorkommen — mit ausgeschriebener Form und einer Zeile Bedeutung. Filtern nach Gebiet, suchen über das Feld.
KürzelAusgeschriebenBedeutung
AASAsset Administration ShellVerwaltungsschale — standardisierte digitale Beschreibung eines Assets (IEC 63278)
ABIApplication Binary InterfaceAufrufkonvention zwischen Compiler, Bibliotheken und Assembler
ADCAnalog-to-Digital ConverterAnalog-Digital-Wandler
AEC-QAutomotive Electronics Council QualificationQualifikationsstandard für Bauteile im Fahrzeugbereich
AGNDAnalog GroundAnalogmasse
AGV / AMRAutomated Guided Vehicle / Autonomous Mobile RobotSpurgeführtes bzw. frei navigierendes Fahrzeug (deutsch: FTS)
AMPAsymmetric MultiprocessingMehrkernbetrieb mit unterschiedlichen Betriebssystemen je Kern
AS-iActuator Sensor InterfaceZweidraht-Bus für die unterste Sensor-Aktor-Ebene
AWGAmerican Wire GaugeAmerikanische Drahtstärkenangabe; kleinere Zahl bedeutet dickeren Draht
BGABall Grid ArrayGehäuse mit Lotkugeln auf der Unterseite
BLDCBrushless DCBürstenloser Gleichstrommotor
BMSBattery Management SystemBatteriemanagementsystem
BOMBill of MaterialsStückliste
CAD / CAMComputer-Aided Design / ManufacturingRechnergestützte Konstruktion bzw. Fertigungsvorbereitung
CANController Area NetworkDifferentieller Feldbus mit Arbitrierung
CAN FDCAN Flexible Data-RateCAN mit bis zu 64 Byte Nutzdaten und höherer Datenphase
CDCClock Domain CrossingSignalübergang zwischen zwei Taktdomänen
CMRRCommon-Mode Rejection RatioGleichtaktunterdrückung
CMSISCortex Microcontroller Software Interface StandardEinheitliche Softwareschnittstelle für ARM Cortex-M
CNCComputerized Numerical ControlBahngesteuerte Werkzeugmaschine, programmiert in G-Code
CPHA / CPOLClock Phase / Clock PolarityDie beiden Parameter, die den SPI-Modus festlegen
CRACyber Resilience ActEU-Verordnung 2024/2847 zu Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen
CRCCyclic Redundancy CheckPrüfsumme über Polynomdivision
DACDigital-to-Analog ConverterDigital-Analog-Wandler
DCDiagnostic CoverageDiagnosedeckungsgrad in der funktionalen Sicherheit
DDSData Distribution ServicePublish-Subscribe-Middleware; trägt die Kommunikation von ROS 2
DFM / DFADesign for Manufacturing / AssemblyFertigungs- und montagegerechter Entwurf
DGNDDigital GroundDigitalmasse
DMADirect Memory AccessDatentransfer ohne Prozessorbeteiligung
DMSDehnungsmessstreifenSensor für Dehnung und daraus Kraft
DNL / INLDifferential / Integral Non-LinearityKennwerte für die Linearität eines Wandlers
DNPDo Not PopulateBauteilplatz, der bewusst nicht bestückt wird
DOFDegrees of FreedomFreiheitsgrade; für beliebige Posen im Raum sind sechs nötig
DRC / ERCDesign Rule Check / Electrical Rule CheckEntwurfs- und elektrische Regelprüfung im EDA-Werkzeug
DSPDigital Signal Processor / ProcessingDigitale Signalverarbeitung bzw. der Prozessor dafür
EEPROMElectrically Erasable Programmable ROMByteweise beschreibbarer nichtflüchtiger Speicher
EMV / EMCElektromagnetische VerträglichkeitStörfestigkeit und Störaussendung
ENIGElectroless Nickel Immersion GoldChemisch Nickel, Immersionsgold — ebene Leiterplattenoberfläche
ENOBEffective Number of BitsEffektive Auflösung eines Wandlers
EPRExtended Power RangeUSB-PD-Erweiterung auf bis zu 240 W
ESCElectronic Speed ControllerKommutierungs- und Drehzahlsteller für BLDC-Motoren
ESDElectrostatic DischargeElektrostatische Entladung
ESL / ESREquivalent Series Inductance / ResistanceParasitäre Induktivität bzw. Widerstand eines Kondensators
FDM / FFFFused Deposition Modeling / Fused Filament FabricationSchmelzschichtung — das verbreitetste 3D-Druckverfahren
FEMFinite-Elemente-MethodeNumerische Spannungs- und Verformungsrechnung an vernetzten Bauteilen
FFTFast Fourier TransformSchnelle Fourier-Transformation
FIR / IIRFinite / Infinite Impulse ResponseDigitale Filtertypen
FOCField-Oriented ControlFeldorientierte Regelung
FPGAField-Programmable Gate ArrayFrei konfigurierbarer Logikbaustein
FR4Flame Retardant 4Standardmaterial für Leiterplatten
GBWGain-Bandwidth ProductVerstärkungs-Bandbreite-Produkt eines Verstärkers
GD&TGeometric Dimensioning and TolerancingForm- und Lagetoleranzen mit Bezügen nach ISO 1101 / ISO GPS
GPIOGeneral Purpose Input/OutputFrei konfigurierbarer Ein- und Ausgang
HALHardware Abstraction LayerHardware-Abstraktionsschicht
HASLHot Air Solder LevelingVerzinnte Leiterplattenoberfläche
HMIHuman Machine InterfaceBedien- und Beobachtungsgerät
HRTIMHigh-Resolution TimerTimer mit sehr feiner Auflösung für Leistungselektronik
IGBTInsulated Gate Bipolar TransistorLeistungshalbleiter für hohe Spannungen
IIoTIndustrial Internet of ThingsVernetzte Industrieanlagen
IK / FKInverse / Forward KinematicsVon der Pose zu den Gelenkwinkeln bzw. umgekehrt
IMUInertial Measurement UnitBeschleunigungs- und Drehratensensor in einem Baustein
IPCAssociation Connecting Electronics IndustriesNormungsorganisation für Leiterplatten und Baugruppen
ISRInterrupt Service RoutineUnterbrechungsroutine
I²CInter-Integrated CircuitZweidraht-Bus mit Adressierung
JTAGJoint Test Action GroupDebug- und Testschnittstelle
KOP / FUP / AS / STKontaktplan / Funktionsplan / Ablaufsprache / Strukturierter TextDie Sprachen der IEC 61131-3
LDOLow Dropout RegulatorLinearregler mit kleiner Mindestdifferenz
LiDARLight Detection and RangingAbstandsmessung per Laserlaufzeit; Grundlage der meisten SLAM-Systeme
LQFPLow-profile Quad Flat PackageGehäuse mit Beinchen an allen vier Seiten
LSB / MSBLeast / Most Significant BitNieder- bzw. höchstwertiges Bit
LVDSLow-Voltage Differential SignalingSchnelle, differentielle Signalübertragung
MCUMicrocontroller UnitMikrocontroller
MEMSMicro-Electro-Mechanical SystemMikromechanik auf dem Chip
MLCCMulti-Layer Ceramic CapacitorVielschicht-Keramikkondensator
MPUMemory Protection UnitSpeicherschutzeinheit im Mikrocontroller
MRKMensch-Roboter-KollaborationGemeinsamer Arbeitsraum ohne trennenden Schutzzaun; Grenzwerte in ISO/TS 15066
MTTF_DMean Time To Dangerous FailureMittlere Zeit bis zum gefährlichen Ausfall (EN ISO 13849)
NTC / PTCNegative / Positive Temperature CoefficientWiderstand mit fallendem bzw. steigendem Widerstand über der Temperatur
NVICNested Vectored Interrupt ControllerInterrupt-Controller bei ARM Cortex-M
OPC UAOpen Platform Communications Unified ArchitectureHerstellerübergreifendes Industrieprotokoll
OSPOrganic Solderability PreservativeOrganische Leiterplattenoberfläche
OTAOver-The-AirFirmware-Aktualisierung über Funk oder Netzwerk
PAE / PAAProzessabbild der Eingänge / AusgängeSpeicherabbild der E/A einer SPS
PCBPrinted Circuit BoardLeiterplatte
PFCPower Factor CorrectionLeistungsfaktorkorrektur am Netzeingang
PFH_DProbability of Dangerous Failure per HourKennwert für den Performance Level
PIDProportional-Integral-DerivativeReglerstruktur aus drei Anteilen
PIOProgrammable I/OFrei programmierbare Zustandsautomaten an den Pins des RP2040/RP2350
PLPerformance LevelSicherheitskennwert nach EN ISO 13849-1, Stufen a bis e
PMSMPermanent Magnet Synchronous MotorPermanenterregter Synchronmotor
POEPower over EthernetStromversorgung über die Netzwerkleitung
PSRRPower Supply Rejection RatioUnterdrückung von Versorgungsschwankungen
PWMPulse Width ModulationPulsweitenmodulation
QFN / DFNQuad / Dual Flat No-leadGehäuse ohne Beinchen, mit Kühlpad
Ra / RzMittenrauwert / gemittelte RautiefeKennwerte der Oberflächenrauheit in µm nach ISO 21920 (früher ISO 4287)
RCDResidual Current DeviceFehlerstromschutzschalter
REDRadio Equipment DirectiveEU-Funkanlagenrichtlinie 2014/53/EU
RLReinforcement LearningLernen einer Strategie über Belohnungssignale statt über gelabelte Daten
RoHSRestriction of Hazardous SubstancesEU-Richtlinie zur Stoffbeschränkung in Elektrogeräten
ROS / ROS 2Robot Operating SystemKein Betriebssystem, sondern Middleware und Werkzeugkasten für Roboter-Software
RTCReal-Time ClockEchtzeituhr
RTDResistance Temperature DetectorWiderstandsthermometer, z. B. Pt100
RTOSReal-Time Operating SystemEchtzeitbetriebssystem
RTTReal-Time TransferSchnelle Diagnoseausgabe über den Debug-Adapter (SEGGER)
SARSuccessive Approximation RegisterWandlerprinzip mit binärer Suche
SBCSingle Board ComputerVollwertiger Kleinrechner (z. B. Raspberry Pi) — im Gegensatz zur MCU ohne harte Echtzeit
SCADASupervisory Control and Data AcquisitionLeitsystem zur Überwachung und Bedienung
SELV / PELVSafety / Protective Extra Low VoltageSchutzkleinspannung bis 50 V AC / 120 V DC; SELV ohne, PELV mit Erdverbindung
SILSafety Integrity LevelSicherheitsintegritätslevel nach IEC 61508
SLAMSimultaneous Localization and MappingKarte aufbauen und sich gleichzeitig darin verorten
SMD / SMTSurface Mount Device / TechnologyOberflächenmontage
SNR / SINADSignal-to-Noise Ratio / Signal-to-Noise and DistortionKennwerte für Wandler und Verstärker
SoCSystem on ChipProzessor mit Peripherie und oft Funk auf einem Chip
SOICSmall Outline Integrated CircuitGutmütiges SMD-Gehäuse mit 1,27 mm Raster
SPESingle Pair EthernetEthernet über ein einziges Adernpaar (10BASE-T1S/T1L)
SPISerial Peripheral InterfaceVierdraht-Bus mit Chipauswahl
SPS / PLCSpeicherprogrammierbare SteuerungIndustriesteuerung mit zyklischer Bearbeitung
SRAM / DRAMStatic / Dynamic Random Access MemoryFlüchtige Speicherarten
STO / SS1 / SLSSafe Torque Off / Safe Stop 1 / Safely Limited SpeedSichere Antriebsfunktionen nach EN 61800-5-2
SWSchlüsselweiteMaß über die Schlüsselflächen in mm; M5-Sechskantmutter meist SW8
SWDSerial Wire DebugZweidraht-Debugschnittstelle bei ARM
SWOSerial Wire OutputZusätzliche Ausgabeleitung für Trace-Daten
TCPTool Center PointDer gesteuerte Punkt am Werkzeug des Roboters — nicht zu verwechseln mit dem Netzwerkprotokoll TCP
ToFTime of FlightAbstandsmessung über die Laufzeit eines Licht- oder Schallimpulses
TSNTime-Sensitive NetworkingEchtzeiterweiterungen für Standard-Ethernet (IEEE 802.1)
TVSTransient Voltage SuppressorSuppressordiode gegen Überspannungsimpulse
UARTUniversal Asynchronous Receiver TransmitterAsynchrone serielle Schnittstelle
URDFUnified Robot Description FormatXML-Beschreibung von Gliedern, Gelenken und Geometrie für ROS 2 und Simulatoren
USB PDUSB Power DeliveryAushandlung von Spannung und Strom über USB-C
VDEVerband der ElektrotechnikDeutscher Normungs- und Prüfverband
VLAVision-Language-ActionModelle, die Kamerabild und Sprachanweisung direkt in Roboteraktionen umsetzen
VTORVector Table Offset RegisterRegister zur Verlagerung der Vektortabelle bei ARM Cortex-M
WFI / WFEWait For Interrupt / EventBefehle, die den Kern bis zum nächsten Ereignis schlafen legen
XIPExecute In PlaceCodeausführung direkt aus externem Flash
Quellen

05 / 10Bauteil- & Komponenten-Katalog

Der Katalog der Bauteile, die in mechatronischen Projekten tatsächlich vorkommen — von der Keramikkapazität bis zum Wellgetriebe. Je Eintrag die Kennwerte, nach denen ausgewählt wird, und der Fehler, der dabei am häufigsten passiert. Filtern nach Gruppe, suchen über Name und Stichwort.
BauteilGruppeWas es machtKennwerte im DatenblattWorauf man achtet
WiderstandPassivBegrenzt Strom, erzeugt definierten Spannungsabfall, bildet TeilerWert in Ω (E12/E24/E96), Belastbarkeit 0,1–1 W, Toleranz 1–5 %, TK in ppm/KBelastbarkeit mit Faktor 2 wählen. Für Präzision Metallschicht 1 % und niedrigen Temperaturkoeffizienten
ShuntPassivSehr niederohmiger Widerstand zur Strommessung1 mΩ – 1 Ω, Belastbarkeit bis mehrere Watt, TK entscheidendVierleiteranschluss verwenden, sonst misst man Zuleitungen mit. Eigenerwärmung verfälscht den Wert
PotentiometerPassivEinstellbarer Widerstand als Drehknopf oder TrimmerEndwert in Ω, linear (B) oder logarithmisch (A), LeistungFür Audio log, für Sollwerte linear. Trimmer nur für einmaligen Abgleich
Keramikkondensator (MLCC)PassivBlockt Versorgungen ab, koppelt Signale, filtertWert, Spannungsfestigkeit, Klasse C0G/X7R/X5R, BauformC0G für Präzision und Filter, X7R für Abblockung. DC-Bias beachten — Kapazität sinkt unter Spannung stark
ElektrolytkondensatorPassivSpeichert größere Energiemengen, glättetµF, Spannungsfestigkeit, ESR, Ripplestrom, Lebensdauer bei TemperaturPolarität beachten. Lebensdauer halbiert sich je 10 K Übertemperatur. Immer mit kleinem Keramik parallel
FolienkondensatorPassivVerlustarm, spannungsfest, langlebigPP oder PET, hohe du/dt-FestigkeitFür Snubber, Entstörung und Audio. X- und Y-Klassen für Netzanwendungen zwingend
Tantal / PolymerPassivHohe Kapazität bei kleiner Bauform, niedriger ESRµF, Spannungsfestigkeit, ESRTantal reagiert empfindlich auf Überspannung — mit Derating von 50 % auslegen. Polymer ist gutmütiger
Drossel / SpeicherinduktivitätPassivSpeichert Energie im Magnetfeld, filtert StrömeL in µH, I_sat, I_rms, DCR, SRFI_sat muss über dem Spitzenstrom liegen, nicht über dem Mittelwert. Geschirmte Typen streuen weniger
FerritperlePassivFrequenzabhängiger Widerstand gegen StörungenImpedanz bei 100 MHz, Nennstrom, DCRAngabe gilt bei 100 MHz — bei anderen Frequenzen deutlich weniger. Nicht blind in Signalleitungen setzen
Stromkompensierte DrosselPassivUnterdrückt GleichtaktstörungenL in mH, Nennstrom, StreuinduktivitätDer Standardbaustein im Netzeingangsfilter. Für den Nutzstrom sättigt sie nicht
Diode (Silizium)HalbleiterLässt Strom nur in eine Richtung durchU_F ≈ 0,7–1,1 V, U_R, I_F, t_rr1N4007 für Netz, 1N4148 für Signale. Für Schaltregler zu langsam
Schottky-DiodeHalbleiterDiode mit sehr geringer Flussspannung und ohne SperrverzögerungU_F ≈ 0,2–0,45 V, höherer LeckstromFür Schaltregler, Verpolschutz und überall, wo Verluste zählen. Sperrspannung meist begrenzt
ZenerdiodeHalbleiterHält in Sperrrichtung eine definierte SpannungU_Z, Verlustleistung, TKBei 5,6 V heben sich die Temperatureffekte auf — der stabilste Wert
TVS-DiodeHalbleiterSchützt vor kurzen ÜberspannungsimpulsenDurchbruchspannung, Klemmspannung, Impulsleistung, KapazitätAn jeder Schnittstelle nach außen. Für schnelle Datenleitungen Typen mit geringer Kapazität
LEDHalbleiterWandelt Strom in LichtU_F je Farbe 1,8–3,4 V, I_F 2–20 mA, AbstrahlwinkelImmer mit Strombegrenzung betreiben. Parallelschaltung ohne eigene Widerstände funktioniert nicht
BipolartransistorHalbleiterStromgesteuerter Schalter und VerstärkerU_CEO, I_C, h_FE, U_CEsat, f_TFür Schaltbetrieb übersteuern statt rechnen. h_FE streut um Faktor 3
MOSFETHalbleiterSpannungsgesteuerter SchalterU_DS, R_DS(on), U_GS(th), Q_g, SOALogic-Level-Typ wählen, wenn direkt vom Controller angesteuert. Pull-down am Gate nicht vergessen
IGBTHalbleiterLeistungsschalter für hohe SpannungenU_CES, I_C, U_CEsat, SchaltverlusteAb 600 V und mäßiger Schaltfrequenz gegenüber MOSFET im Vorteil
OptokopplerHalbleiterÜberträgt Signale galvanisch getrenntCTR, Isolationsspannung, BandbreiteCTR altert — mit Reserve auslegen. Für schnelle Signale digitale Isolatoren bevorzugen
Digitaler IsolatorHalbleiterGalvanische Trennung über Kopplung im ChipDatenrate, Isolationsspannung, KanalzahlSchneller und alterungsstabiler als Optokoppler. Für isolierte Busse Standard
OperationsverstärkerAnalogVerstärkt Differenzspannungen, Verhalten über GegenkopplungOffset, Bias-Strom, GBW, Slew Rate, Rauschen, VersorgungsbereichErst Versorgung und Rail-to-Rail klären, dann Bandbreite, dann Genauigkeit
InstrumentenverstärkerAnalogDifferenzverstärker mit hoher GleichtaktunterdrückungCMRR, Verstärkung über einen Widerstand, OffsetdriftFür Brückensensoren und Shunt-Messung die richtige Wahl
KomparatorAnalogVergleicht zwei Spannungen und gibt digital ausReaktionszeit, Ausgangstyp (offener Kollektor), EingangsbereichImmer mit Hysterese über Mitkopplung. Pull-up nicht vergessen
SpannungsreferenzAnalogLiefert eine genaue, stabile SpannungGenauigkeit, TK in ppm/K, Rauschen, LangzeitdriftBestimmt die Genauigkeit jeder Messung. TL431 für einfache Fälle, MAX6126 für Präzision
ADC (extern)AnalogWandelt Spannung in ZahlAuflösung, Rate, Architektur, Eingangsbereich, ENOBSAR für schnell, Delta-Sigma für genau. Referenz und Abblockung entscheiden über das Ergebnis
DACAnalogWandelt Zahl in SpannungAuflösung, Rate, AusgangstypFür Sollwerte reicht oft PWM plus Tiefpass
Linearregler (LDO)StromversorgungErzeugt aus höherer eine niedrigere SpannungDropout, I_q, PSRR, KondensatoranforderungFür kleine Differenzen und rauscharme Versorgung. Verlustleistung nachrechnen
Abwärtswandler (Buck)StromversorgungErzeugt effizient eine niedrigere SpannungU_ein, I_aus, Schaltfrequenz, WirkungsgradLayout entscheidet über Funktion. Referenzlayout aus dem Datenblatt übernehmen
Aufwärtswandler (Boost)StromversorgungErzeugt eine höhere SpannungU_ein-Bereich, I_aus, WirkungsgradKein Trennschalter im Fehlerfall — die Eingangsspannung liegt immer am Ausgang an
Sperrwandler (Flyback)StromversorgungGalvanisch getrennter Wandler bis etwa 100 WLeistung, Trennung, Regelung über Optokoppler oder HilfswicklungFür Netzteile. Snubber gegen die Streuinduktivität ist Pflicht
Lademodul (Li-Ion)StromversorgungLädt eine Zelle nach CC/CV-KennlinieLadestrom, Abschaltspannung, SchutzfunktionenTP4056 als einfachster Baustein — ohne eigenen Zellenschutz nicht ausreichend
Schutzschaltung (BMS)StromversorgungÜberwacht Zellen auf Über- und Unterspannung und StromZellenzahl, Ströme, BalancingBei mehrzelligen Packs zwingend. Fertigmodule sind meist die bessere Wahl
SicherungStromversorgungTrennt bei ÜberstromNennstrom, Charakteristik (T, F), AbschaltvermögenZum Schutz der Leitung, nicht des Geräts. Polyfuse als rücksetzbare Alternative
TemperatursensorSensorikMisst TemperaturBereich, Genauigkeit, Schnittstelle, AnsprechzeitDigital (I²C) am einfachsten, Pt1000 am robustesten, Thermoelement für hohe Temperaturen
Beschleunigungs- und DrehratensensorSensorikMisst Bewegung und LageMessbereiche, Rauschdichte, NullpunktdriftZusammen mit Sensorfusion. Mechanische Spannungen beim Löten verschieben den Nullpunkt
Hall-SensorSensorikErkennt MagnetfelderSchaltschwelle oder analog, EmpfindlichkeitFür Drehzahl, Endlage und isolierte Strommessung
DrucksensorSensorikMisst absoluten oder relativen DruckBereich, Genauigkeit, MedienverträglichkeitAbsolut, Relativ und Differenz unterscheiden
LichtschrankeSensorikErkennt Anwesenheit oder EndlageReichweite, Ausgangstyp, SchaltfrequenzAls Gabel- oder Reflexionslichtschranke. Verschmutzung ist die Hauptausfallursache
EncoderSensorikMisst Drehwinkel oder WegImpulse je Umdrehung, absolut oder inkremental, SchnittstelleImmer im Hardware-Encodermodus des Timers auswerten
Abstandssensor (ToF / LiDAR)SensorikMisst Entfernung über die LichtlaufzeitReichweite, Messrate, Öffnungswinkel, UmgebungslichtfestigkeitGlänzende, dunkle und schräge Flächen liefern falsche Werte — Reflexionsgrad mitprüfen
Wägezelle (DMS)SensorikWandelt Kraft über Dehnung in ein BrückensignalNennlast, Ausgang in mV/V, Kriechen, TemperaturgangBraucht Instrumentenverstärker oder HX711 und eine steife, spannungsfreie Verschraubung
Endschalter / MikroschalterSensorikMeldet eine mechanische EndlageSchaltweg, Wiederholgenauigkeit, KontaktbelastbarkeitFür Referenzfahrten die Wiederholgenauigkeit prüfen, nicht den Schaltpunkt. Immer entprellen
GleichstrommotorAktorikWandelt Strom in DrehbewegungNennspannung, Leerlaufdrehzahl, Nennmoment, AnlaufstromAnlaufstrom kann das Zehnfache des Nennstroms betragen
SchrittmotorAktorikDreht in festen WinkelschrittenSchrittwinkel, Haltemoment, Nennstrom je Phase, InduktivitätPositioniert ohne Sensor, verliert bei Überlast aber Schritte
Servo (Modellbau)AktorikStellt einen Winkel nach Pulsbreite einStellmoment, Stellzeit, Spannungsbereich, WinkelbereichStromspitzen beim Anfahren beachten — eigene Versorgung vorsehen
BLDC-MotorAktorikElektronisch kommutierter MotorK_v, Strom, Polzahl, SensorikBraucht einen Treiber; sensorlos kein Moment beim Anlauf
RelaisAktorikSchaltet potentialfreiSpulenspannung und -strom, Kontaktbelastbarkeit AC/DCFreilaufdiode zwingend. DC-Belastbarkeit ist deutlich geringer als AC
MagnetventilAktorikSchaltet FluideSpannung, Leistung, Nennweite, DruckbereichWie ein Relais anzusteuern: induktive Last mit Freilaufdiode
HeizelementAktorikWandelt Strom in WärmeLeistung, Widerstand, MaximaltemperaturRein ohmsch, gut per PWM oder Halbleiterrelais steuerbar
Servomotor (industriell)AktorikGeregelter Antrieb mit Encoder-RückführungNennmoment, Spitzenmoment, Trägheit, Encoder-AuflösungVerliert keine Schritte und ist dynamischer als ein Stepper — dafür Treiber und Inbetriebnahme aufwendiger
Linearaktor / SpindelhubmotorAktorikErzeugt eine geradlinige StellbewegungHub, Vorschubkraft, Geschwindigkeit, EinschaltdauerSelbsthemmung und Endlagenschalter klären — sonst fährt er im Fehlerfall gegen den Anschlag
Greifer (parallel / Vakuum)AktorikNimmt Werkstücke auf und hält sieGreifkraft, Hub, Backenlänge bzw. SaugleistungVakuum nur bei glatten, dichten Flächen. Bei Stromausfall muss das Teil sicher gehalten oder sicher abgelegt sein
MikrocontrollerDigitalRechenkern mit PeripherieKern, Takt, Flash, RAM, Peripherie, VersorgungsbereichPeripherie und Werkzeuge entscheiden, nicht die Taktfrequenz
Logikbaustein (74er)DigitalEinzelne LogikfunktionenFamilie (HC, HCT, LVC), Versorgungsbereich, PegelDie Familie ist wichtiger als die Nummer
PegelwandlerDigitalVerbindet Bausteine mit unterschiedlicher LogikspannungRichtung, Geschwindigkeit, Open-Drain-TauglichkeitFür I²C nur MOSFET-basierte oder dafür vorgesehene Bausteine
SchieberegisterDigitalErweitert Ein- oder Ausgänge über wenige LeitungenBitzahl, Taktfrequenz, Ausgangsstrom74HC595 für Ausgänge, 74HC165 für Eingänge — sehr günstige Portexpander
Echtzeituhr (RTC)DigitalHält Datum und UhrzeitGenauigkeit in ppm, Pufferung, SchnittstelleDS3231 mit temperaturkompensiertem Quarz ist deutlich genauer als DS1307
SpeicherbausteinDigitalNichtflüchtiger Speicher für DatenKapazität, Schnittstelle, SchreibzyklenEEPROM für wenige Werte, FRAM bei häufigem Schreiben, Flash für große Mengen
FunkmodulDigitalDrahtlose AnbindungStandard, Reichweite, Stromaufnahme, AntenneZertifiziertes Modul verwenden — spart die gesamte Funkprüfung
VaristorSchutzBegrenzt NetzüberspannungenNennspannung, AbleitvermögenAltert bei jedem Ereignis. Mit thermischer Abtrennung verwenden
GasableiterSchutzFür sehr hohe ImpulsströmeZündspannung, AbleitstromIn Blitzschutzstufen, meist mit Varistor kombiniert
NTC-EinschaltstrombegrenzerSchutzBegrenzt den EinschaltstromKaltwiderstand, DauerstromBei schnellem Wiedereinschalten wirkungslos, weil noch heiß
Polyfuse (PTC)SchutzRücksetzbare StrombegrenzungHaltestrom, Auslösestrom, ReaktionszeitLöst langsam aus — kein Ersatz für eine Sicherung bei Kurzschluss
StiftleisteVerbindungSteckverbindung im 2,54-mm-RasterPolzahl, Strombelastbarkeit, BauhöheFür Prototypen und Erweiterungen. Ohne Verriegelung nicht rüttelfest
JST-SteckverbinderVerbindungVerriegelte, verpolsichere VerbindungRaster (PH 2,0 / XH 2,5), Polzahl, StromDer Standard für interne Verbindungen in Geräten
Schraub- und FederklemmeVerbindungAnschluss von FeldverdrahtungRaster, Querschnitt, Strom, SpannungFederkraft ist rüttelfest und braucht kein Nachziehen
AderendhülseVerbindungVerpresst LitzenendenQuerschnitt, Länge, mit oder ohne KragenPassendes Presswerkzeug verwenden. Verzinnte Litze in Klemmen ist unzulässig
Rundsteckverbinder (M8/M12)VerbindungIndustriesteckverbindungPolzahl, Codierung, SchutzartIn der Automatisierung Standard für Sensorik
KugellagerMechanikFührt drehende WellenInnen-/Außendurchmesser, Breite, Tragzahl, Dichtung608 und 6000er-Reihe sind überall verfügbar. Gedichtete Typen nicht öffnen
LinearführungMechanikFührt lineare BewegungenTragzahl, Steifigkeit, GenauigkeitProfilschienen sind deutlich steifer als Wellen mit Linearlagern
KugelumlaufspindelMechanikWandelt Drehung in VorschubDurchmesser, Steigung, Vorspannung90–95 % Wirkungsgrad, nicht selbsthemmend
ZahnriemenMechanikÜberträgt Drehmoment schlupffreiProfil (GT2, HTD), Breite, LängeRiemendehnung begrenzt die Steifigkeit bei Positionsregelung
KupplungMechanikVerbindet zwei WellenMoment, Versatzausgleich, TorsionssteifigkeitBalgkupplung für Servoachsen, Elastomer für stoßbehaftete Antriebe
Gleitlager / SinterbuchseMechanikLagerung ohne WälzkörperInnen-/Außendurchmesser, pv-Wert, zulässige TemperaturLeise, stoßfest und günstig; braucht dafür eine gehärtete oder glatte Welle und verträgt keine Kantenpressung
Linearlager (LMxUU)MechanikKugelbüchse auf einer RundwelleWellendurchmesser, Tragzahl, LängeGünstig, aber deutlich weicher als eine Profilschiene — bei langem Hebelarm kippelt es
PräzisionswelleMechanikFührungs- oder AntriebswelleDurchmesser mit Toleranz (h6), Härte, GeradheitFür Kugelbuchsen gehärtet und geschliffen nehmen — gezogene Baumarktware verschleißt sofort
Trapezgewindespindel (T8)MechanikWandelt Drehung in Vorschub, selbsthemmendSteigung und Gangzahl (Tr8x8 = 8 mm/U), MuttermaterialSelbsthemmung hält senkrechte Achsen ohne Bremse; Wirkungsgrad nur 30–50 %. Spielfreiheit über vorgespannte Mutter
ZahnriemenscheibeMechanikÜberträgt das Moment auf den RiemenProfil, Zähnezahl, Bohrung, BordscheibenZähnezahl bestimmt die Auflösung je Motorschritt. Kleine Scheiben erhöhen die Riemenbiegung und den Verschleiß
StellringMechanikFixiert Bauteile axial auf der WelleBohrung, Klemmart (Madenschraube oder geschlitzt)Geschlitzte Klemmringe halten besser und beschädigen die Welle nicht
SicherungsringMechanikAxiale Sicherung in einer NutDIN 471 (Welle) oder DIN 472 (Bohrung), NutmaßeNur axial belastbar, nicht als Anschlag für Stoßlasten. Passende Zange verwenden
PassfederMechanikFormschlüssige Welle-Nabe-VerbindungBreite × Höhe × Länge nach DIN 6885, NuttiefeÜberträgt hohe Momente, hat aber Umkehrspiel — für spielfreie Achsen Spannsatz oder Klemmnabe
PlanetengetriebeMechanikKoaxiale Untersetzung mit hoher MomentendichteUntersetzung, Nennmoment, Verdrehspiel in WinkelminutenReflektierte Lastträgheit sinkt quadratisch mit der Untersetzung — der eigentliche Grund für ein Getriebe
Wellgetriebe (Harmonic Drive)MechanikSehr hohe Untersetzung in einer Stufe, praktisch spielfreiUntersetzung 50–160, Kippmoment, TorsionssteifigkeitStandard in Robotergelenken. Teuer und empfindlich gegen Stoßmomente
Aluprofil mit NutensteinMechanikBaukasten für Rahmen und AchsenQuerschnitt (20/30/40 mm), Nutbreite 6 oder 8, Nutform T oder VNutbreite und Zubehör müssen zusammenpassen. Verbindungen an den Stirnseiten sind der Schwachpunkt — Winkel setzen
Heat-Set-InsertMechanikBringt ein Metallgewinde in ein KunststoffteilGewinde M2–M6, Außendurchmesser, LängeBohrung etwas kleiner als der Insert; mit temperaturgeregeltem Lötkolben senkrecht einschmelzen
Feder (Druck / Zug)MechanikSpeichert Energie und erzeugt definierte KraftFederrate in N/mm, Blocklänge, DrahtdurchmesserÜber den Arbeitsbereich rechnen, nicht über die Maximalkraft. Zugfedern brechen an der Öse
Neodym-MagnetMechanikStarker PermanentmagnetGüte N35–N52, Haftkraft, Grenztemperatur (Standard ca. 80 °C)Verliert oberhalb der Grenztemperatur dauerhaft an Kraft. Splittert spröde und stört Sensoren und Kompasse
Abstandsbolzen (Standoff)MechanikHält Platten und Platinen auf AbstandGewinde, Länge, Werkstoff (Messing, Stahl, Nylon)Nylon isoliert und ist die sichere Wahl unter Leiterplatten

Bauteil auswählen — die Reihenfolge

Grenzwerte zuerst

Die Absolute Maximum Ratings im Datenblatt sind Zerstörungsgrenzen, keine Betriebswerte. Der zulässige Betriebsbereich steht darunter und ist immer enger.

Kennlinien statt Einzelwerte

Ein R_DS(on) gilt bei einer bestimmten Gate-Spannung, ein h_FE bei einem bestimmten Kollektorstrom. Die Kurve sagt mehr als die Zahl in der Übersichtstabelle.

Derating einrechnen

Bei Temperatur, Spannung und Alterung. 50 % Reserve auf die Spannungsfestigkeit von Kondensatoren und Halbleitern ist eine bewährte Regel.

Verfügbarkeit prüfen

Lieferzeit, Lebenszyklusstatus und Mindestbestellmenge — bevor der Schaltplan fertig ist, nicht danach.

Bauform passend zur Fertigung

Von Hand bestücken heißt 0805 und SOIC. Mit Schablone und Reflow geht 0603 und QFN.

Zwei Exemplare kaufen

Bei kritischen Bauteilen. Das zweite ist die Referenz, wenn das erste sich seltsam verhält.
Bezugsquellen und Datenblätter

06 / 10Software & Tools

Werkzeuge, die sich in der Praxis bewährt haben — überwiegend kostenlos oder quelloffen. Aufgenommen ist nur, was gepflegt wird, dokumentiert ist und ohne Anbieterbindung nutzbar bleibt. Filtern nach Gebiet, suchen über Name und Stichwort.
WerkzeugGebietKostenWofürAnmerkung
KiCadLeiterplattekostenlos, quelloffenSchaltplan, Layout, 3D, Fertigungsdaten, RechnerwerkzeugeAktuelle stabile Reihe 10.0. Textdateien, damit git-tauglich. Für praktisch jedes eigene Projekt die richtige Wahl
EasyEDALeiterplattekostenlos, CloudSchaltplan, Simulation und Layout im BrowserDirekt an LCSC und JLCPCB angebunden. Sehr niedrige Einstiegshürde, dafür Anbieterbindung
LibrePCBLeiterplattekostenlos, quelloffenSchaltplan und Layout mit eigenem BibliothekskonzeptKonsequent durchdachtes Bibliotheksmodell, kleinere Nutzerbasis
Horizon EDALeiterplattekostenlos, quelloffenEDA mit integrierter BauteildatenbankInteressanter Ansatz für Teileverwaltung
InteractiveHtmlBomLeiterplattekostenlosErzeugt eine anklickbare Bestückungshilfe als HTMLBeim Handbestücken enorm hilfreich — zeigt zu jedem Bauteil die Position auf der Platine
LTspiceSimulationkostenlosSPICE-Simulation analoger SchaltungenDer Goldstandard für kostenlose Analogsimulation, mit Herstellermodellen. Keine Browser-Version
ngspiceSimulationkostenlos, quelloffenSPICE-Kern, auch in KiCad eingebundenStabile Version 46 (März 2026). Gut skriptbar, für automatisierte Auswertungen geeignet
Falstad Circuit SimulatorSimulationkostenlosAnimierte Schaltungssimulation im BrowserUnschlagbar zum Verstehen: zeigt Stromfluss, Ladung und Phasenverschiebung in Echtzeit
WokwiSimulationkostenlos für den GrundumfangSimuliert Arduino, ESP32, Pi Pico mit Peripherie im BrowserIdeal, um Code zu prüfen, bevor Hardware da ist. Auch Logikanalysator eingebaut
Tinkercad CircuitsSimulationkostenlosSehr einfache Schaltungs- und Arduino-SimulationFür den allerersten Einstieg und für Unterricht
Digital (H. Neemann)Simulationkostenlos, quelloffenSimulator für digitale SchaltungenSehr gut für Schaltnetze, Schaltwerke und Automaten; kann auch nach VHDL/Verilog exportieren
Verilator / GTKWaveSimulationkostenlos, quelloffenHDL-Simulation und SignalverlaufsanzeigeDer Standardweg, um FPGA-Entwürfe vor der Synthese zu prüfen
RenodeSimulationkostenlos, quelloffenSimuliert ganze Mikrocontroller-Systeme inklusive PeripherieErlaubt automatisierte Firmware-Tests ohne Hardware
Okawa Filter DesignRechnerkostenlosRechner für aktive und passive Filter mit Bode-PlotSallen-Key und MFB in Sekunden ausgelegt
Saturn PCB ToolkitRechnerkostenlosSammlung von PCB-RechnernLeiterbahnbreite, Impedanz, Via-Belastbarkeit, Wärme — sehr umfangreich
Würth REDEXPERTRechnerkostenlosAuslegung induktiver Bauelemente mit VerlustmodellRechnet Kern- und Kupferverluste mit gemessenen Daten
TI WEBENCHRechnerkostenlosAuslegung kompletter StromversorgungenLiefert Bauteilwerte, Wirkungsgradkurve und Layoutvorschlag
Leiton LeiterbahnrechnerRechnerkostenlosStrombelastbarkeit von LeiterbahnenDeutschsprachig, mit Erläuterung der Normgrundlagen
Wolfram AlphaRechnerGrundfunktionen kostenlosSymbolisches und numerisches RechnenFür Umformungen, Laplace-Transformationen und Einheitenrechnungen
python-controlRechnen & Codekostenlos, quelloffenRegelungstechnik in PythonÜbertragungsfunktionen, Bode, Nyquist, Wurzelortskurve, Zustandsraum, LQR — die kostenlose Alternative zur Control System Toolbox
SciPy / NumPyRechnen & Codekostenlos, quelloffenNumerik und Signalverarbeitungscipy.signal für Filterentwurf, FFT und Systemantworten
JupyterRechnen & Codekostenlos, quelloffenInteraktive Notizbücher mit Code, Text und DiagrammenIdeal für Messauswertung und Auslegungsrechnungen mit Dokumentation
GNU OctaveRechnen & Codekostenlos, quelloffenMATLAB-kompatible NumerikFür vorhandene MATLAB-Skripte
Scilab / XcosRechnen & Codekostenlos, quelloffenNumerik mit grafischer BlockschaltbildsimulationXcos ist die kostenlose Simulink-Alternative
Compiler ExplorerRechnen & CodekostenlosZeigt den erzeugten Assemblercode zu C/C++ in EchtzeitBeantwortet in Sekunden, ob eine Optimierung greift oder eine Variable wegoptimiert wurde
PlatformIOEmbeddedkostenlosBuild- und Bibliotheksverwaltung für sehr viele PlattformenVerwaltet Toolchains automatisch. Der bequemste Weg zu strukturierten Arduino- und ESP-Projekten
ESP-IDFEmbeddedkostenlosOffizielles SDK für ESP32Vollständig, mit FreeRTOS, menuconfig und sehr guter Dokumentation
ZephyrEmbeddedkostenlos, quelloffenPortables RTOS mit Treibermodell und DevicetreeAktuelle Version 4.4 (April 2026). Steile Lernkurve, dafür herstellerübergreifend
probe-rsEmbeddedkostenlos, quelloffenFlashen und Debuggen über viele AdapterDeutlich einfacher einzurichten als OpenOCD
OpenOCDEmbeddedkostenlos, quelloffenDebug-Server für sehr viele Ziele und AdapterDer Klassiker; mächtig, aber konfigurationsintensiv
STM32CubeMX / CubeIDEEmbeddedkostenlosGrafische Pin- und Takt-Konfiguration mit CodeerzeugungSpart bei STM32 viel Einarbeitung, erzeugt aber umfangreichen Code
MCUbootEmbeddedkostenlos, quelloffenSicherer Bootloader mit Signaturprüfung und A/B-VerfahrenFür Geräte mit Update-Funktion der naheliegende Weg
sigrok / PulseViewMesstechnikkostenlos, quelloffenSoftware für Logikanalysatoren und viele MessgeräteDekodiert I²C, SPI, UART, CAN, 1-Wire und Dutzende weitere Protokolle
Audacity / REWMesstechnikkostenlosSignalaufzeichnung und Spektrumanalyse über die SoundkarteFür niederfrequente Messungen bis etwa 20 kHz eine ernstzunehmende Alternative zum Messgerät
OpenHantek / ScopehalMesstechnikkostenlos, quelloffenSoftware für USB-OszilloskopeErweitert günstige Hardware um brauchbare Bedienung
FreeCADMechanik & CADkostenlos, quelloffenParametrisches 3D-CADFür Gehäuse, Halterungen und Einbauprüfung. STEP-Import aus KiCad möglich
OpenSCADMechanik & CADkostenlos, quelloffenCAD über Skripte statt über die MausFür parametrische Teile, die sich über Variablen anpassen lassen
PrusaSlicer / OrcaSlicerMechanik & CADkostenlos, quelloffenSlicer für den 3D-DruckFür Gehäuse und Prototypenteile. Materialauswahl siehe Modul Filament
InkscapeMechanik & CADkostenlos, quelloffenVektorgrafikFür Frontplatten, Beschriftungen und Laserschnittvorlagen
OctopartBauteile & DatenkostenlosBauteilsuche über Distributoren hinwegPreis, Verfügbarkeit und Datenblatt in einer Ansicht
FindChipsBauteile & DatenkostenlosVerfügbarkeitssucheAlternative zu Octopart, teils andere Distributoren
SnapEDA / Ultra LibrarianBauteile & Datenkostenlos mit AnmeldungFertige Symbole und FootprintsZeit sparen — aber jeden Footprint trotzdem gegen das Datenblatt prüfen
Electropedia (IEC 60050)Bauteile & DatenkostenlosInternationales Elektrotechnisches WörterbuchVerbindliche Begriffsdefinitionen, mehrsprachig
Node-REDBetrieb & Datenkostenlos, quelloffenGrafische Verknüpfung von Datenquellen und AktionenFür Prototypen, Hausautomation und Datenanbindung in einem Nachmittag
GrafanaBetrieb & Datenkostenlos, quelloffenVisualisierung von ZeitreihenZusammen mit InfluxDB oder Prometheus der Standard für Messdatenauswertung
Eclipse MosquittoBetrieb & Datenkostenlos, quelloffenMQTT-BrokerWenige Megabyte groß, läuft auf jedem Kleinrechner
Home AssistantBetrieb & Datenkostenlos, quelloffenHausautomation mit sehr vielen AnbindungenNimmt eigene Geräte über MQTT oder ESPHome auf
CODESYSBetrieb & DatenGrundversion kostenlosHerstellerunabhängige SPS-EntwicklungsumgebungLäuft mit Laufzeitumgebung auch auf einem Raspberry Pi — der günstigste Einstieg in die SPS-Welt
open62541Betrieb & Datenkostenlos, quelloffenOPC-UA-Umsetzung in CErlaubt eigene OPC-UA-Server und -Clients
ROS 2Robotikkostenlos, quelloffenMiddleware, Werkzeuge und Bibliotheken für RobotersoftwareKnoten tauschen über DDS Nachrichten aus; rviz2 und ros2 bag sind die wichtigsten Werkzeuge. LTS-Version wählen, nicht die neueste
GazeboRobotikkostenlos, quelloffenPhysiksimulation von Robotern und SensorenMit ROS 2 gekoppelt. Kollisionen und Reibung sind Näherungen — Sim-to-Real bleibt der schwierige Teil
MoveIt 2Robotikkostenlos, quelloffenBahnplanung, Kollisionsprüfung und inverse Kinematik für ArmeNimmt die Kinematik aus der URDF-Beschreibung. Einrichtung über den Setup Assistant
CadQuery / build123dMechanik & CADkostenlos, quelloffenParametrisches CAD als Python-Skript auf OCCT-KernWie OpenSCAD, aber mit echtem B-Rep-Kern — exportiert STEP statt nur Dreiecksnetze
MeshLabMechanik & CADkostenlos, quelloffenPrüfen und Reparieren von DreiecksnetzenFür STL-Dateien mit Löchern, doppelten Flächen oder falschen Normalen

Eine Mindestausstattung an Software

Für Elektronik
KiCad, LTspice, Falstad. Damit lassen sich Schaltungen entwerfen, prüfen und als Platine fertigen — ohne einen Cent für Software.
Für Firmware
VS Code mit Cortex-Debug, PlatformIO oder das Hersteller-SDK, probe-rs oder OpenOCD, Git.
Für Messen und Auswerten
PulseView für den Logikanalysator, Python mit NumPy und Matplotlib für die Auswertung.
Für Regelung
python-control für Entwurf und Analyse, Jupyter für die Dokumentation der Auslegung.
Für Mechanik
FreeCAD oder OpenSCAD, ein Slicer für den 3D-Druck.
Für Robotik
ROS 2 in der aktuellen LTS-Fassung, Gazebo für die Simulation, MoveIt 2 für Arme — alles auf Ubuntu, weil die Paketpflege dort am besten funktioniert.
Für den Betrieb
Mosquitto, Node-RED, InfluxDB und Grafana — zusammen in Docker-Containern auf einem kleinen Server.
Anmerkungen
  • Preis- und Versionsangaben ändern sich. Vor dem Einsatz kurz auf der Projektseite prüfen — die Verweise führen jeweils zur offiziellen Quelle.
  • Bei quelloffener Software lohnt ein Blick auf die Aktivität des Projekts: letzte Veröffentlichung, offene Fehlermeldungen, Zahl der Mitwirkenden.
  • Serverbetrieb der zuletzt genannten Dienste: Homeserver 101 → Docker.

07 / 10Webseiten & Foren

Anlaufstellen, die sich über Jahre bewährt haben. Aufnahmekriterium: fachlich belastbar, gepflegt und ohne Bezahlschranke für das Wesentliche. Die Auswahlkriterien selbst stehen unter Quellen & Prüfkriterien.
QuelleArtSpracheWasWarum sie hier steht
All About Circuits — TextbookLehrbücher & KurseENVollständiges Online-Lehrbuch zu DC, AC, Halbleitern und DigitaltechnikKostenlos, gut lesbar, seit Jahren gepflegt. Der beste freie Einstieg in Englisch
Elektronik-KompendiumLehrbücher & KurseDEDeutschsprachige Nachschlagesammlung zu Elektronik, Netzwerktechnik und InformationstechnikSehr breit, gut verlinkt, für schnelles Nachschlagen auf Deutsch
MIT OpenCourseWare 6.002Lehrbücher & KurseENVollständige Vorlesung Circuits and Electronics mit Videos, Aufgaben und LösungenUniversitätsniveau, kostenlos, mit Übungen — genau das, was Videosammlungen nicht leisten
The Scientist and Engineer's Guide to DSPLehrbücher & KurseENKomplettes DSP-Lehrbuch von Steven W. SmithKostenlos, anschaulich, ohne unnötige Mathematik. Der Standardeinstieg in Signalverarbeitung
Feedback Systems (Åström & Murray)Lehrbücher & KurseENRegelungstechnik-Lehrbuch als frei zugängliches Wiki und PDFModern, sehr gut geschrieben, mit Beispielen aus Biologie und Technik
Information Theory (MacKay)Lehrbücher & KurseENInformationstheorie, Inferenz und LernalgorithmenKostenloses PDF eines herausragenden Lehrbuchs
nandgame / nand2tetrisLehrbücher & KurseENVom NAND-Gatter Schritt für Schritt zum funktionierenden RechnerInteraktiv und erstaunlich lehrreich — Digitaltechnik wird dabei greifbar
HDLBitsLehrbücher & KurseENVerilog-Übungen mit automatischer AuswertungDer praktischste Weg, HDL wirklich zu lernen
Kalman and Bayesian Filters in PythonLehrbücher & KurseENInteraktives Buch als Jupyter-NotizbücherDer verständlichste Einstieg in Kalman-Filter, den es gibt
Beej's Guide to Network ProgrammingLehrbücher & KurseENSockets und Netzwerkprogrammierung in CSeit Jahrzehnten gepflegt, kostenlos, sehr praxisnah
mikrocontroller.netForen & Q&ADEDeutschsprachiges Forum plus umfangreiche ArtikelsammlungSehr hohes fachliches Niveau, teils rauer Ton. Die Artikelsammlung ist auch ohne Forum wertvoll
RoboternetzForen & Q&ADEForum für Robotik, Mikrocontroller und ElektronikFreundlicher Umgangston, gut für Einsteigerfragen
EEVblog ForumForen & Q&AENSehr aktives internationales ElektronikforumBesonders stark bei Messtechnik, Reparatur und Bauteilanalysen
Electronics Stack ExchangeForen & Q&AENFrage-und-Antwort-Portal mit BewertungssystemGut durchsuchbar, viele Fragen sind bereits beantwortet. Fragen müssen präzise gestellt sein
r/AskElectronicsForen & Q&AENReddit-Gemeinschaft für konkrete SchaltungsfragenSchnelle Rückmeldungen, oft mit Schaltplankritik
r/PrintedCircuitBoardForen & Q&AENLayout-Kritik für eigene LeiterplattenVor der ersten Bestellung dort den Entwurf zeigen — spart oft eine ganze Fertigungsrunde
KiCad ForumForen & Q&AENOffizielles KiCad-ForumSehr hilfsbereit, auch bei Anfängerfragen
Arduino ForumForen & Q&AEN/DEForum rund um Arduino und angrenzende ThemenEigener deutschsprachiger Bereich
TI E2E und Analog EngineerZoneForen & Q&AENHerstellerforen mit Beteiligung der AnwendungsingenieureBei Fragen zu konkreten Bausteinen oft die schnellste und verlässlichste Antwort
Analog Devices — Analog DialogueHersteller & ReferenzENFachartikel zu Analogtechnik und MesstechnikSehr fundiert, seit Jahrzehnten. Dazu die MT-Tutorials zu Wandlern und Verstärkern
Texas Instruments — Precision LabsHersteller & ReferenzENVideokurse zu Verstärkern, Wandlern, Sensorik und StromversorgungStrukturiert wie ein Lehrgang, mit Rechenbeispielen
TI Analog Engineer's Circuit CookbookHersteller & ReferenzENFertig gerechnete Schaltungen mit FehlerbudgetZum Abschauen und Verstehen — jede Schaltung mit Herleitung und Simulationsdatei
Würth Elektronik — TrilogieHersteller & ReferenzDE/ENHandbücher zu induktiven Bauelementen, EMV und StromversorgungKostenlos, deutschsprachig, sehr praxisnah — besonders zu Drosseln und Ferriten
Espressif DokumentationHersteller & ReferenzENTechnical Reference Manuals und ProgrammierhandbücherVollständig und gut gepflegt, mit vielen Beispielen
Raspberry Pi DokumentationHersteller & ReferenzENDatasheet und SDK-Handbuch zu RP2040 und RP2350Eines der besten Einsteigerhandbücher überhaupt — technisch vollständig und trotzdem lesbar
Nordic DevZoneHersteller & ReferenzENForum und Dokumentation zu nRF-BausteinenSehr aktive Betreuung durch den Hersteller
Heidenhain FachbroschürenHersteller & ReferenzDE/ENGrundlagen zu Weg- und WinkelmessgerätenKostenlos, sehr fundiert zu Auflösung, Genauigkeit und Anbau
EEVblogVideoENMesstechnik, Bauteilanalysen, Reparaturen, TeardownsLangjährig, technisch fundiert, mit Blick fürs Detail
Phil's LabVideoENLeiterplattenentwurf und Embedded von der Idee bis zur bestückten PlatineDurchgängige Projektvideos mit KiCad und STM32 — ungewöhnlich praxisnah
Ben EaterVideoENRechner aus einzelnen Logikbausteinen aufgebautDie anschaulichste Digitaltechnik-Erklärung, die es gibt
Brian Douglas — Control SystemsVideoENRegelungstechnik anschaulich erklärtBode, Nyquist, Zustandsraum und Kalman ohne Formelwust
Robert Feranec (FEDEVEL)VideoENHardwareentwurf, Layout, Gespräche mit FachleutenBesonders die Interviews mit Rick Hartley zu Masseführung
Andreas SpiessVideoEN (Schweizer Akzent)ESP32, Sensorik, Funk, IoT mit Messungen statt BehauptungenPrüft Herstellerangaben nach — selten und wertvoll
GreatScott!VideoENKurze, gut gemachte ElektronikprojekteGuter Einstieg, gelegentlich vereinfachend
Interrupt (Memfault)Blogs & TutorialsENFachartikel zu Firmware, Debugging, Bootloadern und GerätebetriebUngewöhnlich fundiert und praxisnah — Pflichtlektüre für Embedded
HackadayBlogs & TutorialsENTägliche Projektvorstellungen und FachartikelGut für Ideen und um Techniken kennenzulernen, die man sonst übersieht
Adafruit LearnBlogs & TutorialsENAusführliche Anleitungen zu Sensoren, Displays und BibliothekenSehr gut bebildert, mit funktionierendem Code
SparkFun TutorialsBlogs & TutorialsENGrundlagen- und BauteiltutorialsGute Erklärstücke zu Bussen, Löten und Messtechnik
Zephyr / Golioth BlogsBlogs & TutorialsENPraxisartikel zu Zephyr und vernetzten GerätenFür den Einstieg in Zephyr hilfreicher als die reine Dokumentation
ROS 2 DocumentationMechanik & RobotikENTutorials, Konzepte und API-Referenz zu ROS 2Die einzige Quelle, die zur installierten Version passt — Fremdtutorials beziehen sich oft auf veraltete Verteilungen
ROS DiscourseMechanik & RobotikENForum der ROS-Gemeinschaft mit Ankündigungen und FachdiskussionenHier stehen Versionswechsel, Wartungsfristen und die Antworten der Paketbetreuer
Mädler Normteile-KatalogMechanik & RobotikDEKatalog für Antriebstechnik: Lager, Zahnräder, Kupplungen, WellenMit Maßblättern und Berechnungsangaben — auch dann nützlich, wenn man woanders kauft
igus Kunststofflager-WissenMechanik & RobotikDE/ENAuslegungsangaben zu Gleitlagern, Energieketten und LinearführungenEnthält pv-Werte und Lebensdauerrechner — Daten, die man sonst nirgends frei bekommt
tec-scienceMechanik & RobotikDE/ENErklärartikel zu Mechanik, Getrieben, Werkstoffkunde und ThermodynamikHerleitungen mit Grafiken statt Formelsammlung — gute Brücke zwischen Schulbuch und Fachliteratur

Wo man welche Frage stellt

FrageBeste Anlaufstelle
GrundlagenverständnisAll About Circuits, Elektronik-Kompendium, MIT OCW — erst lesen, dann fragen
Meine Schaltung tut nicht, was sie sollr/AskElectronics oder mikrocontroller.net, mit Schaltplan und Messwerten
Layout-Kritik vor der Bestellungr/PrintedCircuitBoard — dort wird gründlich und konstruktiv geprüft
Frage zu einem konkreten BausteinHerstellerforum (TI E2E, Nordic DevZone, ST Community) — dort antworten die Anwendungsingenieure
Werkzeugproblem (KiCad, Zephyr, ESP-IDF)Das jeweilige Projektforum oder der GitHub-Issue-Tracker
Mechanik: Lager, Getriebe, PassungHerstellerkataloge (Mädler, igus, SKF) — sie enthalten die Auslegungsdaten, nicht nur den Preis
ROS 2 verhält sich seltsamROS Discourse und der GitHub-Tracker des betroffenen Pakets, mit Version und Verteilung im Titel
NormfrageNicht im Forum. Normtext beschaffen oder eine fachkundige Person fragen — Forenauskünfte zu Normen sind oft falsch
Vorsicht bei zwei Kategorien von Quellen: Erstens bei Videos und Blogbeiträgen ohne nachprüfbare Angaben — wer keine Messung, kein Datenblatt und keine Normreferenz nennt, behauptet nur. Zweitens bei Antworten von Sprachmodellen: Sie klingen souverän, erfinden aber Bauteilnummern, Normwerte und Grenzwerte. Beides ist als Einstieg brauchbar, als Grundlage einer Auslegung nicht. Verbindlich ist immer das Datenblatt oder der Normtext.
Anmerkungen

08 / 10Bücher & Kurse

Ein gutes Buch ersetzt fünfzig Videos. Die Auswahl hier ist bewusst klein: für jedes Gebiet ein bis drei Werke, die sich über Jahre bewährt haben und in Bibliotheken, Hochschulen und Betrieben tatsächlich benutzt werden. Auflagen ändern sich — immer die aktuelle nehmen.

Grundlagen Elektrotechnik

Manfred Albach — Grundlagen der Elektrotechnik 1 & 2
Pearson Studium. Der verbreitetste deutschsprachige Grundlagentext, sehr aufgabenlastig. Band 1 Gleichstrom und Felder, Band 2 Wechselstrom. Dazu gibt es eine eigene Aufgabensammlung mit Lösungen.
Weißgerber — Elektrotechnik für Ingenieure
Springer Vieweg. Sehr strukturiert, mit vielen durchgerechneten Beispielen. Gute Alternative zu Albach, je nach Geschmack.
Lothar Papula — Mathematik für Ingenieure und Naturwissenschaftler
Springer Vieweg, drei Bände plus Formelsammlung und Aufgabensammlung. Deckt komplexe Zahlen, Differentialgleichungen, Laplace und Fourier ab — die Mathematik, die für dieses Fach gebraucht wird.

Elektronik und Schaltungstechnik

Horowitz & Hill — The Art of Electronics
Cambridge University Press, 3. Auflage. Das praxisnächste Elektronikbuch überhaupt: Es erklärt, welche Schaltung man wirklich baut und warum. Ergänzend The x-Chapters für Vertiefung und Learning the Art of Electronics als Laborkurs. Englisch, aber gut lesbar.
Tietze, Schenk, Gamm — Halbleiter-Schaltungstechnik
Springer Vieweg. Das deutschsprachige Standardwerk, über 1500 Seiten. Kein Einsteigerbuch, sondern ein Nachschlagewerk, in dem praktisch jede analoge Schaltung steht.
Sedra & Smith — Microelectronic Circuits
Oxford University Press. Der international verbreitete Lehrtext zur Schaltungstechnik, mit sauberer Herleitung der Modelle.
Charles Platt — Make: Electronics
O'Reilly. Für den Einstieg: projektbasiert, mit Experimenten, bei denen man auch Bauteile zerstört, um zu verstehen warum. Deutsch als Make: Elektronik — Lernen durch Entdecken (dpunkt).

Digitaltechnik und Rechner

Klaus Fricke — Digitaltechnik
Springer Vieweg. Lehr- und Übungsbuch, deckt Schaltalgebra, Schaltnetze, Schaltwerke und Automaten mit vielen Aufgaben ab.
Harris & Harris — Digital Design and Computer Architecture
Morgan Kaufmann, in einer RISC-V- und einer ARM-Ausgabe. Verbindet Digitaltechnik und Rechnerbau in einem durchgehenden Bogen vom Transistor bis zum Prozessor.
Patterson & Hennessy — Computer Organization and Design
Morgan Kaufmann, RISC-V Edition. Der Standardtext zur Rechnerarchitektur.
Bryant & O'Hallaron — Computer Systems: A Programmer's Perspective
Pearson. Verbindet Hardware und Software wie kein zweites Buch — Zahlendarstellung, Speicherhierarchie, Verlinken, Nebenläufigkeit.

Regelungstechnik

Jan Lunze — Regelungstechnik 1 & 2
Springer Vieweg. Das deutschsprachige Standardwerk. Band 1 einschleifige Regelkreise, Band 2 Mehrgrößensysteme und Zustandsraum. Sehr systematisch, mit Übungen.
Åström & Murray — Feedback Systems
Princeton University Press, frei verfügbar. Modern, gut geschrieben, mit Beispielen weit über die Technik hinaus. Die beste kostenlose Regelungstechnik.
Åström & Hägglund — Advanced PID Control
ISA. Die maßgebliche Darstellung zu allem, was PID betrifft: Reglerformen, Einstellregeln, Anti-Windup, Relaisversuch, Umsetzung.
Otto Föllinger — Regelungstechnik
VDE Verlag. Klassisch, sehr gründlich, mit ausführlichen Tabellen zu Übertragungsgliedern.

Embedded und Software

Elecia White — Making Embedded Systems
O'Reilly. Über Struktur, Entwurfsentscheidungen und den Alltag der Firmwareentwicklung — nicht über eine bestimmte Plattform.
Joseph Yiu — The Definitive Guide to Arm Cortex-M
Newnes, in Ausgaben für verschiedene Kerne. Die verständlichste Darstellung von NVIC, Fault-Registern, Speichermodell und Debug-Architektur.
Kernighan & Ritchie — The C Programming Language
Prentice Hall. Knapp, präzise, seit Jahrzehnten die Referenz. Ergänzend Michael Barr, Embedded C Coding Standard — kostenlos als PDF.
James Grenning — Test Driven Development for Embedded C
Pragmatic Bookshelf. Wie man Firmware testet, ohne dass jedes Mal Hardware angeschlossen sein muss.

Leiterplatte, EMV und Signalintegrität

Henry W. Ott — Electromagnetic Compatibility Engineering
Wiley. Das Standardwerk zu EMV: Kopplungsmechanismen, Schirmung, Masseführung, Leiterplattenlayout. Erstaunlich gut lesbar für ein Fachbuch dieser Tiefe.
Howard Johnson & Martin Graham — High-Speed Digital Design
Prentice Hall. Der Klassiker zu Reflexionen, Terminierung und Rückstrompfaden. Untertitel „A Handbook of Black Magic“ — der Inhalt ist das Gegenteil davon.
Eric Bogatin — Signal and Power Integrity — Simplified
Prentice Hall. Modernere Darstellung mit Schwerpunkt auf Anschauung und Größenordnungen.
Christophe Basso — Switch-Mode Power Supplies
McGraw-Hill. Für alle, die einen eigenen Schaltregler auslegen wollen — inklusive Regelkreisentwurf.

Sensorik, Antriebe und Automatisierung

Rolf Fischer — Elektrische Maschinen
Hanser. Das deutschsprachige Standardwerk zu Motoren und Generatoren, von den Grundlagen bis zu Betriebsarten und Erwärmung.
Jacob Fraden — Handbook of Modern Sensors
Springer. Sehr breite Darstellung der Sensorprinzipien mit Physik und Auswerteschaltung.
John & Tiegelkamp — SPS-Programmierung mit IEC 61131-3
Springer Vieweg. Das Standardwerk zur Norm, an die aktuelle Fassung angepasst.

Mechanik, Konstruktion und Robotik

Roloff/Matek — Maschinenelemente
Springer Vieweg. Das Standardwerk zu Lagern, Wellen, Schrauben, Federn und Getrieben — mit vollständigen Berechnungsgängen. Das zugehörige Tabellenbuch ist der eigentliche Nachschlageteil.
Gross, Hauger, Schröder, Wall — Technische Mechanik 1–3
Springer Vieweg. Statik, Elastostatik und Kinetik in drei schmalen Bänden, jeweils mit Aufgabensammlung. Die Herleitungen hinter jeder Festigkeitsformel.
Europa-Lehrmittel — Tabellenbuch Metall
Gewinde, Passungen, Werkstoffkennwerte, Schnittwerte und Normteile auf wenigen hundert Seiten. Das meistgenutzte Nachschlagewerk der Werkstatt, günstig und ohne Vorwissen benutzbar.
John J. Craig — Introduction to Robotics: Mechanics and Control
Pearson. Der klassische Einstieg in Koordinatentransformationen, Vorwärts- und inverse Kinematik, Dynamik und Bahnplanung.
Siciliano, Sciavicco, Villani, Oriolo — Robotics: Modelling, Planning and Control
Springer. Gründlicher und moderner als Craig, bis hin zu Kraftregelung und visueller Regelung. Ergänzend das Springer Handbook of Robotics als Nachschlagewerk.
Thrun, Burgard, Fox — Probabilistic Robotics
MIT Press. Die Grundlage von Lokalisierung, SLAM und Partikelfiltern — nach wie vor die maßgebliche Darstellung.

Messtechnik und Vorgehen

Jörg Hoffmann (Hrsg.) — Handbuch der Messtechnik
Hanser. Messabweichung, Kalibrierung, Sensorik, Signalkonditionierung.
Bob Pease — Troubleshooting Analog Circuits
Newnes. Der Klassiker zur analogen Fehlersuche, geschrieben von jemandem, der jahrzehntelang analoge Bausteine entworfen hat.
David Agans — Debugging
Amacom. Neun Regeln zur systematischen Fehlersuche, gleichermaßen für Hardware und Software. Kurz und außergewöhnlich nützlich.
Richard Lyons — Understanding Digital Signal Processing
Pearson. Der lesbarste DSP-Text; kostenlose Alternative: dspguide.com.

Kurse

KursAnbieterKostenAnmerkung
Circuits and Electronics (6.002)MIT OpenCourseWarekostenlosVollständige Vorlesung mit Videos, Aufgaben und Lösungen
Learning How to LearnCoursera (Barbara Oakley)kostenlos zum AnhörenKein Technikkurs, aber die beste Investition vor allen anderen
Control Systems LecturesBrian Douglas (YouTube)kostenlosRegelungstechnik von Grund auf, sehr anschaulich
nand2tetrisnand2tetris.org / CourserakostenlosVom NAND-Gatter zum lauffähigen Rechner mit Betriebssystem
Underactuated Robotics / Robotic ManipulationMIT (Russ Tedrake), frei im NetzkostenlosVorlesungsskripte mit lauffähigen Notebooks zu Dynamik, Regelung und Manipulation
Modulhandbücher der Hochschulenfrei zugänglichkostenlosZeigen, welche Themen in welcher Reihenfolge unterrichtet werden — nützlich zur eigenen Planung
HerstellerakademienTI Precision Labs, Würth, Festo DidactickostenlosFachlich fundiert, mit dem erwartbaren Fokus auf eigene Produkte
Zum Beschaffen: Fachbücher dieser Art sind teuer. Hochschulbibliotheken geben oft auch an Externe aus; über die Fernleihe ist fast alles erreichbar. Springer-Titel sind in vielen Hochschulnetzen als PDF freigeschaltet. Und: Vorauflagen kosten oft ein Fünftel und unterscheiden sich fachlich kaum — bei Grundlagenwerken ist das eine sehr gute Option.
Anmerkung zu Auflagen
  • Auflagen und ISBN ändern sich regelmäßig. Die Angaben hier nennen Autor, Titel und Verlag; die aktuelle Auflage findet man über den Verlag oder eine Bibliotheksrecherche.
  • Kostenlose Alternativen zu praktisch jedem Gebiet stehen unter Webseiten & Foren, Werkzeuge unter Software & Tools.

09 / 10Normen & Standards

Normen sind keine Bürokratie, sondern verdichtete Erfahrung. Sie sagen, welche Abstände sicher sind, welche Prüfungen aussagekräftig sind und wie man sich verständlich macht. Für private Projekte sind sie freiwillig — für alles, was in Verkehr gebracht wird, verbindlich.

Sicherheit elektrischer Anlagen und Geräte

NormTitel / InhaltWofür man sie braucht
DIN VDE 0100-410Schutz gegen elektrischen SchlagDefiniert SELV, PELV, Abschaltbedingungen und Schutzmaßnahmen
DIN VDE 0100-520Kabel- und LeitungsanlagenVerlegearten und Auswahl von Leitungen
DIN VDE 0298-4Strombelastbarkeit von LeitungenDie maßgeblichen Tabellen mit Häufungs- und Temperaturfaktoren
IEC/TS 60479-1Wirkung des elektrischen Stroms auf MenschenGrundlage aller Grenzwerte zu Loslassschwelle und Herzkammerflimmern
EN IEC 62368-1Sicherheit von Audio-, Video-, Informations- und KommunikationsgerätenLöste EN 60950 und EN 60065 ab. Regelt Isolationsabstände, Brandschutz und Energiequellenklassen
EN 61010-1Sicherheit von Mess-, Steuer- und LaborgerätenGrundlage der Messkategorien CAT II bis CAT IV; Einzelheiten für Messkreise in IEC 61010-2-030
DGUV Vorschrift 3Elektrische Anlagen und BetriebsmittelPrüfpflichten im gewerblichen Bereich

Elektromagnetische Verträglichkeit

NormInhaltAnmerkung
Richtlinie 2014/30/EUEMV-RichtlinieRechtsrahmen für die CE-Kennzeichnung in der EU
EN 55032 (CISPR 32)Störaussendung von MultimediagerätenKlasse B für Wohnbereich, Klasse A für Industrie
EN 55035 (CISPR 35)Störfestigkeit von MultimediagerätenErsetzte EN 55024 und EN 55020
EN IEC 61000-6-1 bis -6-4Fachgrundnormen Störfestigkeit und Aussendung-6-1/-6-3 für Wohnbereich, -6-2/-6-4 für Industrie
EN IEC 61000-3-2 / -3-3Netzoberschwingungen und SpannungsschwankungenGrund, warum Geräte über 75 W eine aktive PFC haben
IEC 61000-4-2 / -4-3 / -4-4 / -4-5Prüfverfahren: ESD, HF-Feld, Burst, SurgeDie Prüfungen, gegen die man ein Gerät auslegt

Maschinen und funktionale Sicherheit

NormInhaltStand
Richtlinie 2006/42/EGMaschinenrichtlinieWird am 20. Januar 2027 abgelöst
Verordnung (EU) 2023/1230MaschinenverordnungGilt ab 20. Januar 2027; ergänzt Cybersicherheit und lernfähige Systeme
EN ISO 12100Risikobeurteilung und RisikominderungDie methodische Grundlage
EN ISO 13849-1Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen, Performance LevelFassung 2023; Übergangsfrist für die Fassung 2015 bis 15. Mai 2027
EN ISO 13849-2ValidierungWie der Nachweis geführt wird
EN IEC 62061Funktionale Sicherheit über SILAlternativer Weg aus der IEC-61508-Familie
EN IEC 60204-1Elektrische Ausrüstung von MaschinenNot-Halt-Kategorien, Aderfarben, Kennzeichnung, Prüfungen
EN ISO 13855Anordnung von SchutzeinrichtungenBerechnung von Sicherheitsabständen aus Nachlaufzeit und Annäherungsgeschwindigkeit
EN 61800-5-2Sichere AntriebsfunktionenDefiniert STO, SS1, SLS und weitere

Leiterplatte und Baugruppen

NormInhalt
IPC-2221CAllgemeiner Standard für Leiterplattenentwurf: Leiterbahnbreite, Abstände, Bohrungen (Fassung 2023, löst 2221B ab)
IPC-2152Strombelastbarkeit von Leiterbahnen auf Basis moderner Messdaten
IPC-7351BLandmuster für SMD-Bauteile, mit drei Dichteklassen. Weiterhin gültige Fassung; ergänzend IPC-7352 (2023) als Leitfaden
IPC-A-600Abnahmekriterien für Leiterplatten
IPC-A-610JAbnahmekriterien für elektronische Baugruppen — die Bildreferenz für gute und schlechte Lötstellen (Fassung 2024)
IPC-J-STD-001JAnforderungen an gelötete Verbindungen (Fassung 2024, gemeinsam mit IPC-A-610J revidiert)
IPC-7711/7721Nacharbeit und Reparatur von Baugruppen
Gerber X2 / X3Datenformat für die Fertigung, definiert von Ucamco

Bauteile, Symbole und Kennzeichnung

NormInhalt
IEC 60063E-Reihen für Widerstände und Kondensatoren
IEC 60617Grafische Symbole für Schaltpläne
DIN EN IEC 81346Referenzkennzeichnung von Betriebsmitteln (−Q1, −K1, −F1 …)
IEC 60050Internationales Elektrotechnisches Wörterbuch, frei als Electropedia
IEC 60529Schutzarten (IP-Code)
DIN EN 60751Platin-Widerstandsthermometer Pt100 / Pt1000 mit Toleranzklassen
IEC 60584Thermoelemente: Kennlinien und Grenzabweichungen
IEC 60034-1 / -30-1Elektrische Maschinen: Betriebsarten S1–S10, Wirkungsgradklassen IE1–IE5
ISO 1219-1Schaltzeichen für Pneumatik und Hydraulik

Mechanik, Toleranzen und Normteile

NormInhaltAnmerkung
ISO 286-1 / -2ISO-Toleranzsystem für LängenmaßeDie Grundabmaße und Toleranzgrade hinter H7, g6, p6
ISO 2768-1Allgemeintoleranzen für Längen- und WinkelmaßeKlassen f/m/c/v. Teil 2 (Form und Lage) ist durch ISO 22081:2021 ersetzt
ISO 1101Form- und Lagetoleranzen (GPS)Die Symbolsprache für GD&T, mit ISO 5459 für Bezüge
ISO 21920-1 bis -3Oberflächenbeschaffenheit, ProfilverfahrenLöste 2021 die Reihe ISO 4287/4288 ab; Kennwerte Ra und Rz
ISO 898-1 / -2Mechanische Eigenschaften von Schrauben und MutternDefiniert die Festigkeitsklassen 8.8, 10.9, 12.9
ISO 3506Verbindungselemente aus nichtrostendem StahlA2 und A4 mit Festigkeitsstufen 50/70/80
ISO 4762 / ISO 10642 / ISO 7380Zylinder-, Senk- und Flachrundkopfschraube mit InnensechskantErsetzen DIN 912, DIN 7991 und die alte Linsenkopfform
DIN 471 / 472 · DIN 6885 · DIN 7Sicherungsringe, Passfedern, ZylinderstifteKlassische DIN-Normteile, weiter in Gebrauch
ISO 15 / ISO 492Wälzlager: Maßpläne und GenauigkeitGrundlage der Bezeichnungen 608, 6000, 6800
ISO 128 / ISO 5456Technische Zeichnungen: Darstellung und ProjektionIn Europa Projektionsmethode 1, in Nordamerika Methode 3

Roboter und kollaborierende Anwendungen

NormInhaltAnmerkung
EN ISO 10218-1 / -2Sicherheitsanforderungen an Industrieroboter (Teil 1) und an Roboteranwendungen (Teil 2)Neufassung 2025, erste große Überarbeitung seit 2011: zwei Roboterklassen, explizite Anforderungen zu funktionaler Sicherheit und Cybersicherheit
ISO/TS 15066Kollaborierender Betrieb: Kraft- und Druckgrenzwerte je KörperbereichDie Zahlenbasis jeder MRK-Beurteilung; die Anforderungen sind inzwischen weitgehend in ISO 10218-1:2025 aufgegangen
EN ISO 3691-4Fahrerlose Flurförderzeuge (AGV/AMR)Sicherheitsanforderungen für fahrende Systeme
EN ISO 13850Not-HaltGestaltung und Funktion der Not-Halt-Einrichtung
EN ISO 13857Sicherheitsabstände gegen das Erreichen von GefahrstellenDie Tabellen für Zaunhöhe und Öffnungsweite

Kommunikation und Automatisierung

NormInhalt
IEC 61131-1 / -2 / -3SPS: Grundlagen, Betriebsmittelanforderungen, Programmiersprachen. Teil 3 in der 4. Ausgabe (2025) — Anweisungsliste (AWL/IL) ist entfallen, UTF-8 und OOP-Eigenschaften kamen dazu
IEC 61158 / 61784Feldbusse: Spezifikationen und Kommunikationsprofile
ISO 11898CAN und CAN FD
IEEE 802.3Ethernet einschließlich 10BASE-T1S und 10BASE-T1L
IEEE 802.1 (TSN)Zeitsynchronisation, zeitgesteuerte Übertragung, Redundanz
IEC 62541OPC UA
IEC 62443IT-Sicherheit für industrielle Automatisierungssysteme
IEC 63278Verwaltungsschale (Asset Administration Shell)

Funk, Umwelt und Produktrecht

RegelwerkInhaltAnmerkung
Richtlinie 2014/53/EU (RED)FunkanlagenArtikel 3(3) zu Netzschutz, Datenschutz und Betrugsschutz seit 1. August 2025 verbindlich, umgesetzt über EN 18031
ETSI EN 300 220 / EN 300 328Sub-GHz- und 2,4-GHz-FunkSendeleistungen, Duty Cycle, Prüfverfahren
Verordnung (EU) 2024/2847Cyber Resilience ActMeldepflichten ab September 2026, vollständige Anforderungen ab Dezember 2027
Richtlinie 2011/65/EU (RoHS)StoffbeschränkungenGrund für bleifreies Löten
Richtlinie 2012/19/EU (WEEE)ElektroaltgeräteRücknahme- und Registrierungspflichten
Verordnung (EG) 1907/2006 (REACH)ChemikalienBetrifft unter anderem Flussmittel und Gehäusematerialien

Wie man an Normtexte kommt

Kaufen

Über DIN Media (früher Beuth), IEC oder ISO. Einzelne Normen kosten typisch 50–300 €.

In Bibliotheken einsehen

Viele Hochschul- und Landesbibliotheken haben Leseplätze mit Zugang zum vollständigen Normenbestand — kostenlos, aber ohne Kopiermöglichkeit.

Über den Arbeitgeber

Betriebe mit technischer Entwicklung haben meist eine Normenlizenz.

Kostenlose Zusammenfassungen nutzen

Hersteller wie Pilz, Sick, Phoenix Contact, Würth und Texas Instruments veröffentlichen sehr gute Leitfäden zu den für sie relevanten Normen. Sie ersetzen den Normtext nicht, erklären ihn aber besser.

Frei zugängliche Quellen

EU-Richtlinien und -Verordnungen stehen vollständig auf EUR-Lex. IEC 60050 ist als Electropedia frei. Die IPC-Standards sind kostenpflichtig, viele Kernaussagen aber in Herstellerdokumenten wiedergegeben.
Wichtig für private Projekte: Solange ein selbstgebautes Gerät nur privat betrieben wird, greifen CE-Pflicht und Konformitätsbewertung nicht. Das Funkstörungsverbot gilt trotzdem, ebenso die Regeln für Arbeiten an fest installierten Anlagen. Und sobald ein Gerät verkauft, verschenkt oder gewerblich genutzt wird, gelten die vollen Anforderungen — auch bei Stückzahl eins. Wer das plant, sollte die Konformitätsbewertung von Anfang an mitdenken, weil sie sich nachträglich kaum nachholen lässt.
Quellen

10 / 10Quellen & Prüfkriterien

Dieser Hub ist eine Sortierung fremden Wissens, keine eigene Forschung. Damit das nachvollziehbar bleibt, steht am Ende jedes Abschnitts, worauf er beruht. Hier stehen die Kriterien, nach denen ausgewählt wurde — und wie man selbst prüft, ob eine Quelle trägt.

Die Rangfolge der Quellen

RangArtBeispieleWann verbindlich
1Norm- und GesetzestextIEC, DIN, EN, EU-VerordnungenImmer, wenn es um Sicherheit, Zulassung oder Abnahme geht
2Herstellerdatenblatt und ReferenzhandbuchDatasheet, Reference Manual, ErrataFür alles, was ein konkretes Bauteil betrifft. Grenzwerte gelten nur so, wie sie dort stehen
3Anwendungsberichte des HerstellersApplication Notes, Design GuidesSehr gut für Auslegung und Layout; mit dem erwartbaren Fokus auf eigene Produkte
4Lehrbücher und FachliteraturAlbach, Horowitz & Hill, Lunze, OttFür Verständnis und Herleitung; Auflagen beachten
5Begutachtete VeröffentlichungenIEEE, Springer, ACMFür Verfahren und Grenzen; oft hinter Bezahlschranke
6Fachblogs und Vorträge mit nachprüfbaren AngabenInterrupt, Rick Hartley, Analog DialogueGut, wenn Messungen, Quellen oder Code beigefügt sind
7Foren und Videosmikrocontroller.net, EEVblog, YouTubeFür Erfahrungswerte und Fehlerbilder; einzelne Aussagen immer gegenprüfen
8Antworten von SprachmodellenAls Einstieg und zum Sortieren brauchbar. Nie als Beleg: Bauteilnummern, Grenzwerte und Normbezüge werden erfunden

Sieben Prüffragen an jede Quelle

Wer sagt das, und woher weiß er es?

Eine Angabe ohne nachvollziehbare Herkunft ist eine Behauptung. Bei Herstellern: Steht es im Datenblatt oder im Werbetext?

Gibt es eine Zahl mit Einheit und Bedingung?

„Wird warm“ ist wertlos, „78 °C bei 2 A und 25 °C Umgebung“ ist überprüfbar. Ohne Randbedingung ist auch eine Zahl wenig wert.

Wurde gemessen oder gerechnet?

Beides ist gültig — aber Messungen decken Effekte auf, die kein Modell enthält, und Rechnungen zeigen Zusammenhänge, die eine Einzelmessung nicht zeigt.

Wie alt ist die Angabe?

Bei Bauteilempfehlungen, Werkzeugen und Normen zählt das Datum. Ein Layoutgrundsatz von 1990 gilt oft noch; eine Bauteilempfehlung von 2015 selten.

Wird ein Interessenkonflikt sichtbar?

Ein Anwendungsbericht empfiehlt naturgemäß den eigenen Baustein. Das macht ihn nicht falsch — aber der Vergleich mit Wettbewerbern fehlt.

Sagt eine zweite, unabhängige Quelle dasselbe?

Bei allem, was Geld oder Sicherheit kostet, gehört eine zweite Quelle dazu. Zwei Quellen, die voneinander abgeschrieben haben, zählen als eine.

Passt es zur eigenen Erfahrung — und wenn nicht, warum?

Ein Widerspruch ist kein Grund, die Quelle zu verwerfen, sondern eine Frage, die geklärt werden will. Oft unterscheiden sich die Randbedingungen.

Typische Irrtümer, die sich hartnäckig halten

BehauptungWarum sie so nicht stimmt
„Analog- und Digitalmasse müssen getrennt werden“Gilt für langsame Präzisionsanalogtechnik mit Sternpunkt. Ein Schlitz in der Massefläche erzeugt bei heutigen Flankensteilheiten mehr Probleme, als er löst
„Ein 10-µF-Kondensator hat 10 µF“Klasse-2-Keramikkondensatoren verlieren unter Gleichspannung bis zu 80 % ihrer Kapazität
„Die Diode hat 0,7 V“Ein Wert für einen bestimmten Strom. Bei 1 mA sind es eher 0,6 V, bei 1 A eher 1,0 V
„Der MOSFET schaltet bei U_GS(th)“Bei der Schwellenspannung fließen einige Mikroampere. Für vollen Durchlass braucht es deutlich mehr
„Höhere Taktfrequenz bedeutet mehr EMV-Probleme“Die Flankensteilheit bestimmt das Spektrum, nicht die Wiederholrate
„Mehr Auflösung bedeutet mehr Genauigkeit“Auflösung, Genauigkeit und Wiederholbarkeit sind drei verschiedene Größen
„Ein Schrittmotor positioniert exakt“Nur solange er nicht überlastet wird. Schrittverlust wird ohne Encoder nicht bemerkt
„Mikroschritt erhöht die Genauigkeit“Er verbessert vor allem die Laufruhe; das Haltemoment zwischen den Vollschritten sinkt stark
„Festigkeitsklasse 12.9 ist immer die bessere Wahl“Höher fest heißt auch spröder und kerbempfindlicher. Bei Schlag, Wechsellast oder Korrosion ist 8.8 oft die haltbarere Schraube
„Das Anzugsmoment bestimmt die Vorspannung“Rund 90 % des Moments gehen in Gewinde- und Kopfreibung. Trocken gegen geölt unterscheidet sich um Faktor zwei, die Streuung liegt bei ±25 %
„Ein Kugellager hält, bis es kaputt ist“Bei sauberer Montage bestimmt meist das Fett die Lebensdauer, nicht die Wälzkörper — Temperatur und Drehzahl gehen direkt ein
„Ein Cobot ist sicher, weil er ein Cobot ist“Sicher oder unsicher ist die Anwendung, nicht der Roboter: Werkzeug, Werkstück, Geschwindigkeit und Umgebung entscheiden (EN ISO 10218-2)
„In der Simulation läuft es“Reibung, Spiel, Sensorrauschen und Latenz sind dort idealisiert. Der Übergang auf echte Hardware ist ein eigener Arbeitsschritt
„CRC schützt vor Manipulation“Ein CRC ist gegen zufällige Fehler stark und gegen absichtliche Änderung wertlos
„volatile macht Zugriffe atomar“Es verhindert nur Wegoptimierung. Atomarität braucht Sperren oder Atomics

Was in diesem Hub wie belegt ist

Zahlenwerte und Grenzwerte
Wo möglich aus Normen oder Datenblättern. Wo Größenordnungen genannt werden, ist das als Richtwert gekennzeichnet — sie ersetzen keine Auslegung am konkreten Bauteil.
Aktualität
Normfassungen, Werkzeugversionen und Bauteilfamilien sind auf dem Stand von September 2026 recherchiert. Bei Normen ist die Fassung mit angegeben, weil Übergangsfristen laufen.
Empfehlungen
Sind als solche formuliert und begründet. Wo mehrere Wege vertretbar sind, steht das dabei — technische Entscheidungen haben selten genau eine richtige Antwort.
Grenzen
Dieser Hub ersetzt keine Ausbildung, keine Risikobeurteilung und keine Fachplanung. Bei Netzspannung, Maschinen und Produkten, die in Verkehr gebracht werden, gehört eine fachkundige Person dazu.

Wenn etwas falsch ist

Normen ändern sich, Bauteile werden abgekündigt, Irrtümer schleichen sich ein. Zwei Regeln fangen das ab:

  • Im Zweifel der Primärquelle folgen. Datenblatt und Normtext gehen jeder Zusammenfassung vor — auch dieser hier.
  • Widersprüche als Frage behandeln. Passt eine Angabe nicht zur eigenen Messung: Stimmen die Randbedingungen überein, oder ist der Text veraltet? Beides kommt vor.
Übergreifend verwendete Quellen
  • Normen: IEC, DIN, EN und EU-Rechtsakte wie unter Normen & Standards aufgeführt.
  • Lehrbücher: Albach, Horowitz & Hill, Tietze/Schenk/Gamm, Fricke, Lunze, Åström & Murray, Ott, Fischer, Patterson & Hennessy, Roloff/Matek, Gross u. a., Craig — Einzelnachweise unter Bücher & Kurse.
  • Herstellerdokumentation: Analog Devices, Texas Instruments, STMicroelectronics, Espressif, Nordic Semiconductor, Infineon, Würth Elektronik, Trinamic/ADI, NXP, Raspberry Pi; für die mechanische Seite SKF, igus, Mädler, Festo und Heidenhain.
  • Frei zugängliche Quellen: Electropedia, EUR-Lex, BIPM, NIST CODATA, MIT OpenCourseWare, Feedback Systems, dspguide.com.
  • Aktualitätsprüfung: Versions- und Normstände wurden im September 2026 gegen die Seiten der Herausgeber abgeglichen — zuletzt geprüft: IPC-2221C, IPC-A-610J, IEC 61131-3:2025, EN ISO 10218:2025, ISO 21920, ISO 22081.